in hand with my judgement though the former are Jacobitical, the latter
inclined for public weal to the present succession.
Es ist gewiß eine besondere Stärke des Waver/ey-Romans, daß er diese Grundspannungen
zwischen Patriotismus und common sense, zwischen Enthusiasmus
für eine farbenfrohe Hochlandkultur und Anpassung an die moderne britische
Gesellschaft mit ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten zur Darstellung bringt
und in den Gegensätzen die historische Problemlage einfangen kann. Es handelt
sich dabei um eine Grundspannung der Aufklärung zwischen Gefühl und Verstand,
zwischen Menschlichkeit und ökonomischem Kalkül, welche z.B. auch in
der Gegensätzlichkeit von Adam Smiths Theory of Moral Sentiments und dem
späteren Werk Wealth of Nations zum Ausdruck kommt. Scott schreibt ein
Kapitel in der moralischen Verlustgeschichte des Fortschritts. Als Realpolitiker
sieht er die Vorteile der Union, aber auch den Verlust an Poesie im alltäglichen
Leben, an heroischen Tugenden. Sein Werk lebt von der Spannung zwischen
rationaler Aufklärung und Fortschrittsglauben einerseits und der romantischen
Suche nach dem Sublimen, dem Pittoresken und traditionellen moralischen
Werten andererseits.
In Waverley werden diese Grundspannungen ausgehalten und aufgehoben
zugleich. Der Protagonist Waverley macht einen Desillusionierungsprozeß
durch, der mit leichter Trauer als notwendig anerkannt wird, die poetischere
Weit, die er - ähnlich wie Wilhelm Meister - verlieren muß, läßt sich nur noch
im Artefakt, im Bildnis, oder im historischen Roman herüberretten. Der
Untergang der age of chivalry, den Burke beklagte, den unzählige historische
Romane und Balladen im Titel führen (Beispiele von Bulwer-Lytton und Scott:
The Last of the Barons, The Last of the Saxon Kings, The Last Days of Pompeii,
The Lay of the Last Minstrel), wird von Scott besungen und doch akzeptiert.
Scott setzt historische Denkmale, ohne der romantisierenden Attitüde zu
verfallen, ironisiert, distanziert und durchkreuzt die Nostalgie durch realistische
Schilderungen.
Die realistische Grundtendenz färbt auch das Bild der Frau im Roman, wird
doch die romantische Inszenierung Flora Mclvors über dem Wasserfall durch
die bürgerlichen Tugenden Rose Bradwardines konterkariert, der Flora selbst
die Lobrede hält:
Her very soul is in home, and in the discharge of all those quiet virtues of
which home is the centre. Her husband will be to her what her father now
is - the object of all her care, solicitude, and affection. She will see
nothing, and connect herself with nothing, but by him and through him. If
he is a man of sense and virtue, she will sympathise with him, divert his
fatigue, and share his pleasures. (183)
Gewiß ist dies der Entwurf einer patriarchalischen Idealwelt, doch zugleich beschreibt
Waverleys Weg von der revolutionär-romantischen Flora zur häusli¬321