identifiziert hatte, verlangte öffentliche Rechte für ihre Sprache, die sog.
„Wicz-Sprache“,20 die im Grunde genommen eine Variante von polszczyzna
kresowa ist. Die neu gebildete Bezeichnung „jezyk wiczowski“ (wiczski jenzyk)
erlaubt es, die ethnische Zugehörigkeit nicht eindeutig bestimmen zu müssen.
Dies kann in der Tat ein Dilemma in sprachlich-kulturell gemischten Gebieten
sein. Man möchte hinzufügen: ein historisch gesehen relativ neues Dilemma,
das es zu Mickiewiczs Zeiten noch nicht gab.
20 Das patronymische Suffix -wicz (lit. viöius) ist typisch für Familiennamen, vgl.
Mickiewicz, Gombrowicz, Basanaviöius. Die Anhänger der -IVicz-Bewegung erklären
seine Bedeutung im Geiste einer Volksetymologie als Verkürzung des lit. vytis (poln.
witez) ,Held, Ritter' - ein offensichtliches Bekenntnis zum ritterlichen Erbe des
Großfürstentums Litauen (vgl. Nagörko 1995).
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