Full text : Grenzkultur - Mischkultur?

128.  1347  (VI  8),  deutsch:  Henrich  von  Warsperch  genantin  von  Blankenberg,  Edelknecht,
überträgt  allis  daz  ich  han  in  den  zweyn  doirferen  von  Haidingen  vnn  von  Macherin  an
Cunen  hem  zu  Bolchin  zur  Tilgung  einer  Schuld  gegenüber  hem  Poinsyne  von  Wych,
Metzer  Bürger,  für  20  Pfund  Metzer  Pfennige.  Er  hält  die  beiden  Dörfer  von  Ulrich  von
Vinstingen.  Letzterer  und  der  Aussteller  siegeln  (AD  MM  B  587  Nr.  24).
129.  1348  (I  20),  deutsch:  Graf  Walram  von  Zweibrücken  verpfändet  für  500  kleine  fl  die
Hälfte  seines  Anteils  an  der  Burg  Warsperch  an  Kuno  von  Bolschin  und  dessen  Erben
und  weist  ihm  200  Pfd.  Tumosen  auf  die  gleiche  Burg  an,  wofür  Kuno  sein  Vasall  wird
(BN  Paris  CL  86  f°  23.  Vgl.  Pöhlmann/Doll:  Zweibrücken,  Nr.  653;  Herrmann:
Collection,  S.  73).
130.  1348  (VII  12),  lateinisch:  Garselis  von  Waldervingen  bestätigt,  daß  er  von  Cuno  von
Bolchen  und  Johann  von  Bolchen,  Herrn  von  Vseldingen,  dessen  Sohn,  45  Pfund  Metzer
Pfennige  als  Manngeld  erhalten  hat,  wofür  er  ihnen  innerhalb  Jahresfrist  1  Pfund  Metzer
Pfennige  jährlicher  Gülte  auf  Eigengüter  anweisen  soll.  Auch  ist  er  Helfer  geworden  gegen
  Graf  Johann  von  Spanheim  und  Nikolaus,  Herrn  von  Dagestul.  Der  Aussteller  und
Johann  von  Roppeney  siegeln  (BN  Paris  CL  98  f°  71.  Vgl.  Herrmann:  Collection,  S.  92).
131.  1348  (XI  3),  französisch:  Arnolt  Baudoche  gibt  bekannt:  solange  Coinnes  sires  de
Boulay,  Sohn  des  Joffrid  von  Boulay,  ihm  26  Pfund,  13  Sous,  4  Deniers  und  ein  fettes
Schwein  Jahreszins  sus  la  ville  de  Boulay  et  sus  les  appertenances  avuec  autres  pluxors
heritages  schuldet  -  ein  Zins,  den  man  für  3000  Pfund  Metzer  Pfennige  zurückkaufen
kann  —,  worüber  er  einen  von  Kuno  besiegelten  Brief  besitzt  und  wofür  einst  Heinrich
von  Forpach,  Propst  zu  Boulay,  und  Thieles  jadis  preuos  de  Boulay  gebürgt  hatten,  kann
er  selbst  einen  weiteren  Schuldbrief  Kunos  über  400  Pfund  nicht  veräußern  (AD  MM  B
585  Nr.  161).
132.  1348  (XI  9),  französisch:  Poinsignons  Deu  Amin  li  amans  erklärt,  daß  Coinnes
cheualiers  sires  de  Boulay  das  Dorf  Gankierque  und  all  seinen  Besitz  in  Flaikairde  und
Mainganges  deleiz  Flaikairde,  die  er  ihm  verkauft  hat,  für  200  Pfund  Metzer  Pfennige  zurückkaufen
  kann,  die  dem  Poincignon  an  son  hosteil  in  der  Stadt  Metz  zu  liefern  hat.  Der
Rückkauf  ist  jedes  Jahr  in  der  Woche  nach  dem  Remigiustag  möglich.  Metzer
Schreinsbrief  (AD  MM  B  584  Nr.  32).
133.  1349  (V  6),  deutsch:  Friderich  genantin  schütze  von  syk  erklärt,  daß  er  von  seinem  Herrn
Cunen  hem  zu  Bolchin  35  punt  metscher  penninge  gut  vnn  gener  muntzen  in  der  stat  zu
Mezzen  empfangen  hat  als  Teilrückzahlung  der  45  Pfund,  die  Kuno  und  Johann  von
Bolchen,  Herr  zu  Vseldingen,  ihm  schuldig  waren,  unn  han  hin  ouch  gelouet  wanne  mit
bezelet  wirt  von  den  andern  zehn  pundin.  Der  Aussteller  siegelt  (BN  Paris  CL  83  Nr.  58).
134.  1350  (X  23),  deutsch:  Johann  und  Nikolaus,  Herren  zu  Dagstul,  bekennen,  daß  sie  20
Pfund  Metzer  Pfennige  von  Dietrich  von  Berriz,  der  sich  für  die  zwei  Herren  von
Bollichen  verbürgt  hatte,  empfangen  haben  (BN  Paris  CL  83  Nr.  61.  Vgl.  Herrmann:
Collection,  S.  69).

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