Full text : Grenzkultur - Mischkultur?

56.  1309  (III  26),  lateinisch:  Friedrich  von  Numagio  und  seine  Schwester  Gertrud,  Nonne  zu
Oeren  (monasterii  beate  marie  in  orreo),  verkaufen  dem  Jofrid  von  Bolliche  ihren  Anteil
an  den  Dörfern  Hymmersdorf\  Holdingen  und  Schoninberch,  die  zu  einem  Viertel  dem
Ritter  Ludwig  von  Kirkele  gehören,  sowie  Einkünfte  in  villa  de  Rolingin.  Der  Aussteller
sowie  der  Offizial  der  Trierer  Kurie  siegeln  (AD  MM  B  585  Nr.  151).
57.  1309  (XI  19),  französisch:  Nikolaus  von  Tatengeiz,  Ritter,  und  seine  Frau  Hedwig  quittieren
  Jofroy  de  Bollay  cheualier  den  Erhalt  von  Hedwigs  Mitgift  in  Höhe  von  30  Pfund
Metzer  Pfennigen.  Für  die  genannten  30  Pfund  hat  ihnen  Hedwigs  Bruder  Egidius  einen
Jahreszins  zu  Boulay  angewiesen.  Boemund,  Herr  von  Daiestol,  und  Dietrich,  Dekan  des
Kapitels  Oberhomburg  (thirri  doien  de  Homburc),  siegeln  (AD  MM  B  584  Nr.  6).
58.  1311  (IV  1),  französisch:  Nikolaus,  Graf  von  Petite  Piere,  quittiert  Joffrois  de  Boulay  den
Erhalt  der  Mitgift  seiner  Frau  Katharina  in  Höhe  von  1000  Pfund  kl.  Tumosen.  Der
Aussteller  siegelt  (AD  MM  B  585  Nr.  135).
59.  1311  (IV  29),  französisch:  Herzog  Theblaiz  von  Lothringen  (de  Lorrengne)  erklärt,  daß
Joferoiz  de  Boillay  sein  Lehnsmann  geworden  ist  für  220  Pfund,  die  er  ihm  auf  seinen
Anteil  an  Troifontenne  und  Rimeranges  mit  ihrem  Zubehör  angewiesen  hat.  Der
Aussteller  siegelt  (AD  MM  B  587  Nr.  30).
60.  1312  (III  24),  französisch:  Wichard,  Herr  von  Felsperch,  Ritter,  legt  auf  Bitten  des
Archidiakons  Robert  von  Trieures  und  des  Herrn  Paulus  von  Eych  Zeugnis  ab  über  die
Schäden,  die  die  Brüder  Peter  und  Arnold  von  Rapwilre  während  eines  Beutezuges  dem
Herrn  Joffroi  signour  de  Boullay  und  seinen  armen  Leuten  zu  Ottonuille  zugefügt  haben
und  nimmt  die  Zeugenberichte  des  Henneko  li  maires,  des  Henneman  von  Roupadanges,
des  Hennekin  gen.  Nase  von  Boullay  und  anderer  entgegen.  Der  Aussteller  siegelt  (AD
MM  B  584  Nr.  11).
61.  1312  (IV  18),  französisch:  Vor  dem  Offizial  von  Metz  übergibt  Aelys,  Witwe  des  Lowi
maire  de  Saint  Auoi,  Bruder  des  Fern,  ehedem  Abt  von  St.  Avold,  dem  Joffroit  signor  de
Boulay  ihr  Wohnhaus  von  St.  Avold  mit  seinem  gesamten  Zubehör,  ihr  gesamtes  Erbe  an
dem  im  Warndt  gelegenen  Hospital  (a  l-ospital  ke  siet  ou  Warant)  und  eine  Wiese  zu
Altwilre  (BN  Paris  CL  594  Nr.  11.  Vgl.  Herrmann:  Collection,  S.  229f.).
62.  1313  (II  26),  französisch:  Jakob  von  Warnespherc  entscheidet  im  Streit  zwischen  den
Herren  Joffroy  de  Bollay  einerseits  und  Arnold  von  Sirkes,  Wirich  von  Freistorf  und
Heinrich  de  lai  Leie  andererseits  über  die  Entschädigung  wegen  der  Gefangennahme  des
Herrn  Gerhard,  genannt  [...]  und  des  Herrn  Tilman  von  Swarcanberc.  Der  Aussteller  siegelt
  (BN  Paris  CL  594  Nr.  10.  Vgl.  Herrmann:  Collection,  S.  229).
63.  1314  (III  10),  lateinisch:  Vor  dem  Offizial  des  Trierer  Hofes  erklärt  Egidius  von
Rykestorf,  daß  das  Lehen  apud  Bollay  Eyke  et  Trummerken  ganz  in  die  Hände  des  Jofrid
von  Bollay  zurückgefallen  ist  (AD  MM  B  585  Nr.  153).

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