Full text : Grenzkultur - Mischkultur?

irgendwelche  Ansprüche  erheben  sollten,  die  sich  aus  diesen  Urkunden  ergeben,  so
verspricht  er,  mit  seinem  ganzen  Besitz  dafür  einzutreten.  Der  Aussteller,  Jofroit  de
Ceurich,  Richter  zu  Luxemburg,  und  Nikolaus,  Propst  zu  Arlon,  siegeln  (BN  Paris  CL
83  Nr.  47).
29.  1344  (III  16),  deutsch:  Cune  herre  zu  Bollichen  erklärt,  daß  er  auf  Rat  seiner  Freunde  und
mit  Zustimmung  seines  Neffen  Ulrich  von  Vinstingen  und  der  Burgmannen  zu  Bolchen,
nämlich  Rudolf  von  Wolmeringen,  Johann  von  Roppeney,  Johann  gen.  Grusselnit,
Heinrich  von  Fourpach,  Schultheiß  zu  Bolchen,  Hennekin  von  Merzich  und  Hennekin
von  Wuluingen  myn  schoiler  vnd  myn  schryber  zu  der  ziit,  seinem  Sohn  Johann,  Herrn
von  Vseldingin,  gegen  Übernahme  aller  noch  ausstehenden  Verpflichtungen  Schloß  und
Herrschaft  Boulay  übergeben  hat.  Johann  muß  ihm  dafür  eine  in  einem  entsprechenden
Brief  festgelegte  Jahresrente  zahlen.  Der  Aussteller  und  Ulrich  von  Finstingen  siegeln
(BN  Paris  CL  83  Nr.  49).
30.  1346  (VII  15),  französisch:  Coinnes  sires  de  Boulay  cheualiers  erklärt,  daß  er  von  Briate,
der  Witwe  des  Symonin  Roucel,  Amtmann  zu  Metz,  deren  Anteil  am  Brühl  von  Aiey  für
30  Pfund  Metzer  Pfennige  gekauft  hat.  Die  Verkäuferin  ist  verpflichtet,  den  erzielten
Gewinn  zu  Gunsten  ihrer  Kinder  anzulegen.  Metzer  Schreinsbrief  (AD  MM  B  587  Nr.
1).
31.  1347  (V  30),  französisch:  Jehan  de  Boulay  cheualier  sires  d-Uezedanges  und  sein
Bruder  Kuno,  beide  Söhne  des  Coine  de  Boulay  cheualier,  erwerben  von  Lowiat  lou  fil
Hallowit  loufeiure  de  la  Ruwe  des  Alemans  dessen  gesamten  Besitz  on  ban  et  en  la  fin  de
Helstorf  deleis  Boulay  et  aillors,  nämlich  alles,  was  er  von  Garciriat,  dem  Sohn
Burthemins  de  la  Porte  gekauft  hatte.  Metzer  Schreinsbrief  (AD  MM  B  587  Nr.  21).
32.  1348  (I  25),  französisch:  Jehans  de  Boulay  cheualiers  sires  d-Uezeldenges  überträgt
signour  Henrit  de  Hombourch  chanone  de  la  grant  esglixe  de  Mes  20  Pfund  guter  kl.
Tumosen  aus  Einkünften  in  Ganquierque,  Maianges  und  Flaikairt.  Als  Bürgen  benennt
er  Rudolf  von  Wolmerenges  und  Johann  von  Ropeney.  Aussteller  und  Bürgen  siegeln
(AD  MM  B  585  Nr.  160).
33.  1350  (VII  2),  französisch:  Coynes  sires  de  Boulais  chiuelliers,  Sohn  des  verstorbenen
Herrn  Jofrid  von  Boulay,  erklärt,  daß  er  dem  Joffroit  mine  lou  dreppier  fil  Jacomin  mine
eiten  de  Mes  qui  fut  12000  ecus  dor  et  de  pois  doncing  Iw  roy  de  France  schuldet,  wofür
er  ihm  seinen  gesamten  Besitz  verpfändet.  Der  Aussteller  siegelt  (BN  Paris  CL  83  Nr.
64).
B.  Empfangene  Urkunden
34.  1287  (IX  8),  französisch:  Die  Meisterschöffen  und  li  treze  Jur  ei  der  Stadt  Mes  schlichten
einen  Streit  zwischen  Dame  Hawix  de  Boulay  und  ihren  Söhnen  Kuno  und  Jofrid  einerseits
  und  dem  Metzer  Bürger  Arnolt  Pontoize  wegen  Ayes,  Tremerey  und  Anerey.
Besiegelt  mit  dem  Metzer  Stadtsiegel  (AD  MM  B  587  Nr.  37).

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