Full text: Zwischen Deutschland und Frankreich

Die Gesellschaftsordnung und die Geschlechterbestimmungen allerdings sind von diesen 
Differenzierungen nicht berührt. Die unentwegte Wiederholung eines Konfliktpotentials 
im Bild der Maskerade, verbunden mit Umwertungen im Detail, kennzeichnet vor allem 
einen Prozeß, der beständig neue Irritationen und Instabilitäten hervorbringt. Die sich 
wiederholenden Dramatisierungen richten sich dabei zumal auf das Begehren nach Macht 
und das sexuelle Begehren. Hier liegt in den vier Epen das gefährliche Potential, das es 
immer wieder aufs Neue zu regulieren und restringieren gilt, aber das darf auch vergnüg¬ 
lich zu lesen oder zu hören sein. 
Ingrid Hahn: „Zur Theorie der Personerkenntnis in der deutschen Literatur des 12. bis 14. Jahrhunderts, 
in: PBB 99 (1977), S. 395-444; Zitat S. 418. 
515
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.