Full text : Sprachenpolitik in Grenzregionen

Gruppe

S  tandardsprac  hen

Staat

..Kulturkreis”

r  Polnisch

Polen

Niedersorbisch

(Deutschland)

West

H

Obersorbisch

(Deutschland)

¿echisch

Tschechische  Republik

"  Slavia  romana

_  Slovakisch

Slowakei

Slovenisch

Slowenien

Kroatisch  (-)

Kroatien

(Bosnisch

Bosnien-Hercegowina

Slavia  islamica)

Süd

Serbisch

Jugoslawien

Makedonisch

Mazedonien

v  Bulgarisch

Bulgarien

"  Russisch

Rußland

Slavia  orthodoxa

Ost

Ukrainisch

Ukraine

l  Weißrussisch

Weißrußland  j

Abb.  1:  Gliederung  des  slavischen  sprachlichen  Kontinuums^

13 Die  Spalte  „Gruppe”  widerspiegelt  die  allgemein  übliche  Einteilung  der  slavischen
Standardsprachen  in  eine  westliche,  eine  südliche  und  eine  östliche  Gruppe  (früher
unterschied  man  eine  nördliche  und  eine  südliche  Gruppe;  eine  etwas  andere  Einteilung
hat  in  neuerer  Zeit  Mare§  1980  vorgeschlagen);  vgl.  dazu  Anm.  10.  Die  Spalte  „Standardsprachen”
  geht  vom  allgemein  anerkannten  „Kanon”  von  12  slavischen  Standardsprachen
  aus  (Serbokroatisch  wird  als  eine  Standardsprache  gerechnet  und  schließt  in
diesem  Falle  natürlich  Bosnisch  mit  ein).  Dieser  Kanon  ist,  wie  anderswo  auch,  fragwürdig;
  die  oben  angeführte  Bemerkung  von  Trautmann  (Anm.  10)  gilt  hier  auch.  Die
Schreibung  der  Standardsprachen  ist  die  in  der  Slavistik  übliche;  bei  Ländernamen  usw.
habe  ich  mich  an  den  allgemeinen  Sprachgebrauch  gehalten.  Unter  „Staat”  ist  das  Land
angeführt,  in  dem  die  Standardsprache  offiziellen  Status  hat;  bei  Nieder-  und  Obersorbisch
  wird  in  Klammem  auf  Deutschland  verwiesen,  weil  hier  zumindest  im  zweisprachigen
  Gebiet  de  iure  Gleichberechtigung  mit  dem  Deutschen  besteht.  Zu  „Kulturkreis”
  vgl.  oben.

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