Full text: Zwischen Saar und Mosel

Salonna in pago Salnense cum omnibus rebus et mancipiis ad se pertinentibus cum 
Blithario villa super fluvium Saroa et Blesa cum rebus et mancipiis ubi et ubi 
commanentibus et pertinentibus vel quicquid in ipsis pagis tenere et possidere videtur 
ex donatione nostra et aliorum regum vel bonorum hominum bestätigt (D.KdG, 
Nr.23 8)122. 
12. Fälschung (um 865/66) auf den Namen Karls des Großen und zum J. 781, nach der der 
König u. a. dem Kloster St. Denis Salona bestätigt (D.KdG, Nr.233)123. 
13. Nicht ratifizierter Entwurf einer Urkunde (865/66) auf den Namen Karls des Kahlen, 
der dem Abt Ludwig von St. Denis und allen künftigen Äbten u. a. den Besitz von 
Sallona und die Zuweisung dieser Abtei durch die fratres von St. Denis cum omnibus 
ibidem rebus excepto Blitherivillam (Großblittersdorf), das der Königsvasall Adelardus 
innehat, bestätigen soll (Tessier, Nr. 488)124, 
14. König Zwentibold restituiert am 22. Januar 896 den fratres des Klosters St. Denis 
abbatiolam sitam in Salnensi pago Salonam nomine . . . cum omnibus eius appenditiis 
und bestimmte aus dem Besitz der Abtei die beiden villae Suisse / Sülzen (Moselle, 
Ct. Grostenquin) und Baronville / Baronweiler (ebd.) ad luminaria et ad pauperum 
cura sowie den Fronzehnten der gesamten Abtei an die Armen und matricularii von 
Salonnes (D. Zwentibold Nr. 7)125 126. 
15. Karl der Einfältige weist am 25. Juli 896 auf Bitten seiner Mutter Adelheid und eines 
gewissen Rothaus den fratribus monasterii Salonae ob venerationem et amorem 
sanctissimorum martyrum inibi quiescentium, almi videlicet Privati, Frodoldi atque 
Iddonis125 ac beatissimi Dyonisii martyris Domini et patroni nostri, cui etiam idem 
locus subjectus habetur . . . ex rebus ipsius abbatiae folgende Orte zu: im Chaumontois 
die villa Loro (Meurthe-et-Moselle, Ct. Bayon) mit Martinskirche und den zugehörigen, 
wohl am Flüßchen Loro oder in den umliegenden Waldgebieten gelegenen villulae 
Wicherin (?), Merlomonte, Mattecourt (Gde. St. Remy-aux-Bois, ebd.) und Gerriocurte, 
das wohl mit Giriviller (Ct. Gerbeviller) zu identifizieren ist, wo die Grafen von Bar 
122 Es fällt auf, daß in diesem aus der Perspektive von St. Denis geschriebenen Stück der Güterkomplex 
von Blittersdorf an Saar und Blies Salonnes zugeordnet ist, was durch D. KdK, ed. Tessier Nr. 488 
von 865/66 bestätigt wird. 
123 Die Datierung des nur kopial (Ende 12. / Anf. 13. Jh.) überlieferten Stücks ist schwierig. Nach der 
Vorbemerkung zu D. KdG Nr. 233 ergeben sich Beziehungen zu D. KdG Nr. 238 und D. LdD Nr. 
119 (a. 866). 
124 Aus der Urkunde ergibt sich, daß die Fulradzellen Salonnes, Leberau / Liepvre, Esslingen, 
Herbrechtingen und Adalungi cella zur mensa fratrum gehörten, dem Abt Ludwig, einem 
Verwandten Karls des Kahlen, aber nach seiner Befreiung aus den Händen der Normannen (858) 
übergeben worden waren und nun restituiert werden sollten. Nur Salonnes sollte dem Abt bleiben 
(ausgenommen Blittersdorf), die fratres dafür aber eine Salzpfanne in Vic erhalten. Die Restitution 
von Salonnes erfolgte erst durch D. Zwentibold Nr. 7. Vgl. ferner eine Bestätigungsurkunde des 
westfränkischen Königs Robert von 923 für den Konvent von St. Denis: Haubrichs (wie Anm. 8), S. 
38. 
125 Vgl, Anm. 124. Da von den beiden Orten als villae gesprochen wird, muß der Besitz von Salonnes 
dort doch beträchtlich gewesen sein. Die Autoren des Reichsland (wie Anm. 18), S. 922, 1094f. 
vermuten wohl zu Recht, daß er mit dem Ban de la Rotte (Rotter Bann) zu identifizieren ist, der 
1122/25 noch (vgl. Anm. 23) zum Vogteigut der Grafen von Mörsberg gehörte und später als 
Pfandlehen an die Herrschaft Chäteau-Brehain ging. Der Kirchensatz und Zehnte von Obersülzen lag 
bei der Metzer Abtei Neumünster (Saarland, Kr. Neunkirchen), ln Baronweiler gehörte die Hälfte 
des Dorfs ebenfalls der Herrschaft Chäteau-Brehain, die andere Hälfte der Metzer Kastellanei 
Haboudange. Der Kirchensatz der Marienkirche, für die man ein Pertinenzpatrozinium von Salonnes 
vermuten könnte, lag bei der Metzer Abtei St. Martin (ebd., S. 57f.) 
126 Die beiden Lokalheiligen Frodold und Iddo scheinen sonst völlig unbekannt. 
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