Full text: Stadtentwicklung im deutsch-französisch-luxemburgischen Grenzraum

Die 2(rtnettpfUgcr* 
§ i. 
Da# 2tmt eine# Armenpfleger# i ft ein ro i $ t i g e 8 §tiIlHUg HUlT 
bürgerliches SertrauenS« unb ®t|renamt unb ftellt an BÜflfffitini Juf- 
einen würbigen Dräger beSfelben boh« Aufforber* phi»ntirrIVIhep 
u n g e n. 
@8 netlangt bie Setf}ätigung non SRä^ftenti ehe 
in ^o^ent TERa|e, um untet Aufopferung non 3*** 
unb TERü^e mit inoljljoollenbem bergen bie Serhält« 
niffe bet Atmen iennen gu lernen, iJjre Sitten gu 
hören. 
ds et^eif^t aber auch ernjtenSinn für © et e<$tig* 
feit unb SBa^r^eit, um burch gemiffenfjafte Unter« 
fud^ung unb forgfältige Prüfung Art unb ®ia| bet 
n ott))nenbigen Unterftü$ung gu finben,bamtt nicht 
bie aufguroenbenbenlRittel nerf^ieubert, Unroflrbtge 
etroa im ÜJlü|iggang geförbert toerben. 
Die Armenpfleger fjaben, bamit bet gefefciieh sorgejeid^nete 
3>ne(f ber öffentlichen Armenpflege in möglidjft noüfommenet ÜBeife 
erreicht inerbe, ben Armen iijreS SegirfS beftanbig bie forgfältigfte 
Aufmerffamfeit gu wibmen. 
^nbefonbere ^aben fte bei ben i£|rtr Dbfjui annertrauten Armen 
burd) 5Ratti unb Srmatinung baljin gu niirfen, baf DrbnungS« 
finn, Arbeitfamfeit unb SBJirthidja ftlichfett in benfelben 
geweift unb ihnen bie Armenunterftü^ung möglichft entbehrlich werbe. 
Die drgieljung ber Ätnber unb beren Anhaltung gut Arbeit ift 
hierbei befonber# im Auge gu bemalten. 
Sei Abgabe iljre8 ©ulacfiienS iiaben . bie Armenpfleger ber 
ftrengften Unparteilichfett fich gu beteiligen unb ohne An« 
feijen ber ifJerfon biejentge ©ewijfen^aftigfeit gu betätigen, welche 
bei Uebertragung be8 wichtigen SertrauenS« unb StjrenanUeä eine8 
Armenpflegerä bei ihnen uorauagefe^t würbe. 
Sei ihrer ©efd}äft#führung haben fte fuf) ftet8 baran gu er« jjfltmulilijt ft* 
innem, baff bie Armenfachen berDeffentlichfeit gegenüber oertra.u« JjgnlliiniB ifl 
liehe Sehanblung erforbern. InilEllfita 
©ang befanberS fallen bie Armenpfleger gegenüber oer« 
fchamten Armen, auf welche fte ebenfallä ein forgfältige# Augen« 
merf gu richten h“^n> unbebingte Serfcf)tDtegenh*it be« 
obachten. 
Sine wefentliche Aufgabe ber Armenpfleger ift audj bie, bajj flEIDEiS Hilf Ötf 
fte bie Unterftüfcung TRachfudjenben, wenn bie8 nach nadfttjtil. |0lßfH 
ben Serhaltniffen ang et h an ift, ermahnen, burd) an« öff£Tlflitl)CTl 
g eftr en g t er e D h ä 11 g f e i t ftch bochnodh oorbem Anheim« “irntMinfiMW 
fallen an bie öffentliche Armenpflege gu bewahren. ^ ™ 
<5ie ha&en habet oor Allem auf bie ferneren nach* 
theiligen folgen unb Schaben hinguroeifen, welche 
ba8 Anfehen unb bie bürgerliche Stellung eines au8 
öffentlichen Mitteln Unter ft ü^ten burd} ben Serluft 
ber 2Öai|lrechte erleibet. (Siehe Anlage A. Seite 29.) 
Abb. 1: Auszug aus den Bestimmungen zur Neueinrichtung des Armenwesens 
von St. Johann a. d. Saar (vgl. S. 265, Anm. 6) 
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