Full text: Die alte Diözese Metz

licher Kultraum genutzt. Sie gilt als die älteste Kirche Frankreichs. Die römische 
Apsis ist verloren. Aus merowingischer Zeit sind Teile der Chorschranken erhalten, 
die sich heute im Museum der Stadt befinden. In romanischer Zeit wurde der Saal 
zur flachgedeckten Basilika umgebaut und dabei der obere Teil der römischen 
Außenmauern abgetragen. In gotischer Zeit wurde der Bau eingewölbt; die Gewölbe 
des südlichen Seitenschiffes sind erhalten. 
Metz, Templerkapelle (Abb. 2) 
Dieser kleine kreuzrippengewölbte Zentralbau wurde am Ende des 12. Jahrhunderts 
erbaut und zeigt bereits die Formen der Frühgotik. Die Kirche wurde im 19. Jahrhun¬ 
dert umfassend restauriert, dabei auch der Innenraum farbig gefaßt. Der Grundriß ist 
ein regelmäßiges Achteck mit quadratischem Chor und halbrunder Apsis im Osten. 
Ursprünglich hatte die Kirche eine Vorhalle, Reste davon sind auf der Westseite 
erhalten. Das Bauwerk ist mit der noch in romanischer Zeit gebauten Templerkapel¬ 
le in Laon vergleichbar. 
Metz, Pfarrkirche St, Maximin (Abb. 3) 
Vom romanischen Bau ist von der Ostanlage die Vierung und die polygonale Apsis 
mit Halbsäulen auf den Polygonkanten erhalten. 
Scy, Pfarrkirche St. Remigius (Abb. 6) 
Moselle, Arrondissement Metz-campagne, Canton Woippy 
Die Pfarrkirche von Scy ist eine flachgedeckte Pfeilerbasilika aus dem 11. Jahrhun¬ 
dert mit dreiteiliger Westvorhalle und Westturm mit Pyramidendach. Die Ostanlage 
des romanischen Bauwerkes ist nicht erhalten. Bemerkenswert sind die monolithi¬ 
schen Pfeiler mit weit ausladenden Kämpferplatten. 
Mey, Pfarrkirche St. Peter (Abb. 4, 7, 34) 
Moselle, Arr. Metz-campagne, Cant. Montigny-les-Metz 
Die Pfarrkirche von Mey ist ein flachgedeckter Saal mit einer halbrunden Apsis im 
Osten und einer Vorhalle im Westen, die sich mit drei Bögen zum Schiff öffnet. Über 
dem mittleren Bogen, der geringfügig breiter und höher ist als die beiden seitlichen, 
befindet sich der quadratische Turm mit zwei Glockengeschossen und einem Pyrami¬ 
dendach. Der Bau hatte ursprünglich kein Westportal, einziger Zugang war das Süd¬ 
portal. Bemerkenswert ist der mit Fabelwesen und einer Melusine verzierte Türsturz 
dieses heute vermauerten Portals. Das Bauwerk ist wohl das am besten erhaltene 
Beispiel einer romanischen Dorfkirche im Bistum. 
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