auch Siedlungsnamen wie Blankenrath (Lkr. Cochem-Zell), 1319 in villa
sancti Petri iaxta Blankenroth, belegt (JUNGANDREAS 1962, 83). Schön 29
verzeichnet für das Saarbrücker Land (Sulzbach) den appellativischen Gebrauch
von blank Adj. ,hell; entblößt" (in verschiedenen Redensarten).
ln den deutsch-lothringischen Mundarten ist blanken sw. V. .blinken, glänzen'
belegt, und zwar in den Ortschaften Bolchen, Falkenberg (mda. blenkdn),
Diedenhofen und Sierck (mda. blenkdn) (DtLothrWb 48).
Im Untereisass (F, Arr. Saverne / Zabern und Arr. Haguenau) bezieht sich
das Substantiv Blank f./m. (mda. Pläk f. in Ingweiler; in Zinsweiler ist das
Wort m.) auf eine weiß-rot gefleckte Kuh(ELSWB 2, 163).
Im Badischen, im Nordwesten der Region, ist blank Adj. .glänzend, blitzend
rein" belegt: Die neu entlehnte Bedeutung .mittellos" ist auch im Nordwesten
(Oberschefflenz, Neckar-Odenwald-Kreis) nachgewiesen (BadWb 1,
244). Historische Flurnamen, die meistens zum Personennamen Blanco gestellt
werden, kommen ebenfalls vor, und zwar im Südwesten, vgl. 1403 zu
blancken brunnen (Opfingen am Tuniberg, Stadt Freiburg im Breisgau); 1312
ze blanken ruti (Hochdorf, Lkr. Esslingen) bezieht sich auf die Bedeutung
,nackt, baumfrei, unbewachsen" (ROOS 1966, 432). Ca. 1111 ist Blanchenberc
(Wüstung bei Tiengen, Stadt Freiburg im Breisgau) belegt, vgl. auch 1337
hove zu Blankelach (Blankenloch. Ort nördlich von Karlsruhe, heute zur Stadt
Stutensee, Lkr. Karlsruhe gehörig) (Krieger 1904, 21 Of.).
Für die Schweiz verzeichnet das SchweizId 5, 121 blank Adj. ,hell, glänzend,
vor allem von gescheuerten Metallgeräten', wobei das Adjektiv erst in
neuerer Zeit aus der Schriftsprache übernommen worden ist. Nicht ganz selten
erscheint das Lemma in Personen- und Ortsnamen: vgl. z. B. den Ortsnamen
1357 Blankenberg (Laupen, CH, Kt. Zürich), wobei eine Zuordnung zum Personennamen
Blanco möglich ist.
Im Schwäbischen wird blank Adj. .hellglänzend" in gewissen Redensarten
wie .blank bezahlen" (bar bezahlen) verwendet. Ortsnamen wie Blankenried,
Blankenstein (insbesondere die Ruine bei Münsingen, Lkr. Reutlingen, Baden-Württemberg)
gehören wohl zum Personennamen Blanco, weniger zum
Adjektiv (SchwäbWb 1, 1154). Der Stuttgarter Flurname Blankenborn, 1334
sita ze Blanckenhorn ob Steinihuse, kann zum Personennamen Blanco gestellt
werden, der seit 1318 in Stuttgart belegt ist (DÖLKER 1933, 216f.).
Für den bairischen Raum verzeichnet BayWb 1, 328 blank Adj. .glänzend"
als Appellativ. BUCK 193 1,30 nennt Flurnamen wie Blank, die zum Personennamen
Blanco gestellt werden, oder Blankenstein, Blankenhalde, die eher mit
dem Flurnamen Planken Zusammenhängen.
D. In Flurnamen kann alles, was blinkt, als blank bezeichnet werden: In der
Regel sind damit helle, glänzende Wasserflächen bzw. ein von einer solchen
bedecktes Flurstück, etwa eine häufig überschwemmte Wiese, bezeichnet. In
Flurnamen ist auch die rezente Bedeutung .nackt, leer, baumlos" bezeugt, die
sich aus Wendungen wie blankes Schwert .gezogenes Schwert" entwickelt hat,
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