Full text : 'Nordwörter' und 'Südwörter' im Saar-Mosel-Raum

Die  Belege  in  Malstatt-Burbach:  1759  or.  dt.  katzen  hiissem,  1762  or.  dt.
bey  gatzenbissem,  1762  or.  dt.  in  katzenbetzem  zeigen  volksetymologische
Wandlung  („Katzenbiss“)  ausgehend  von  Kaßbiesen,  wie  es  auch  in  älteren
historischen  Flurnamen  vorkommt,  vgl.  1686  or.  dt.  in  kassbiesen  /  kassbiesem,
  1687  or.  dt.  in  kassbiesen,  1702  kop.  1758  dt.  bey  kass  büssem
(Bauer  1957,  257).43
(M.  V.)

ren,  wie  z.  B.  Deicht  <  pfälzisch  Deich  ,Trockental‘,  Etzelt  <  Etzel  ,umhegte  Wiese4,
  Lacht  <  Lache  ,Pfütze,  tief  gelegenes,  nasses  Land4.
43 Bauer  1957,  657  erklärt  den  Namen  als  Zeuge  „für  die  einstige  Ausdehnung  des
durch  einen  Vorstoß  obd.  Sprachgutes  zurückgetriebenen  Raumes  mit  Nasalschwund
  vor  der  Spirans  s“.

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