Full text: 'Nordwörter' und 'Südwörter' im Saar-Mosel-Raum

von historischer Lexikologie und Literaturwissenschaft - darf ein fruchtbares 
Aufgabenfeld künftiger Forschung gesehen werden. 
Die Ziele des Projektes ,Nordwörter1 und ,Südwörter1 sind in beachtlichem 
Maße erreicht worden. Der Saar-Mosel-Raum lässt sich charakterisieren als 
ein Namenraum, in dem nördlicher Altwortschatz und südliche lexikalische 
Neuerungen aufeinandertreffen. Diese Zwischenstellung zwischen nördlichen 
und südlichen Einflüssen war im Bereich der Phonologie schon hinlänglich 
beschrieben: man vergleiche z. B. den Verlauf der dat/das-Linie. Neu ist es 
jedoch, dies auch mit Hilfe der Lexik zu versuchen, auch wenn es Ansätze be¬ 
reits vorher, z. B. durch BiCHSEL 1999 oder HAUBRICHS 2002, 2004, 2005 und 
2007, gab. Die vorliegende Studie, so hoffen die Verfasserinnen, kann einen 
weiteren Beitrag dazu leisten, die Aussagekraft wort- und namengeographi¬ 
scher Analysen bei der Beschreibung und Abgrenzung von Dialektlandschaf¬ 
ten zu betonen und den besonderen Wert, den Toponyme, besonders auch 
Mikrotoponyme, dabei haben, hervorzuheben. Sie schreiben dies in dem vol¬ 
len Bewusstsein, dass durch solche Studien gerade erst ein neues Feld der 
Forschung eröffnet wird, dessen Bebauung uns die versunkene Sprachwelt 
eines europäischen Zentralraumes, das westlichste Fränkische, das noch exis¬ 
tiert, in seiner Terminologie und seinem Wortschatz deutlicher vor Augen 
stellen wird, als es bisher geschah. 
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