Full text : 'Nordwörter' und 'Südwörter' im Saar-Mosel-Raum

dem  Saarpfalz-Kreis  darf  pfälzischer  Einfluss  angenommen  werden,  auch
wenn  der  Pfalzkeil  keine  Beleghäufung  zeigt.
Saal!-sei  (Nr.  29):  vgl.  Kapitel  7.1.1.
Schachen  (Nr.  45),  das  insgesamt  in  oberdeutschen  Zusammenhängen
steht,  kommt,  abgesehen  von  wenigen  Streubelegen  in  Lothringen,  im
Untersuchungsgebiet  nur  rechts  der  Saar  und  am  Oberlauf  der  Blies  vor.
In  Betracht  zu  ziehen  ist  vielleicht  eine  Vermittlung  von  der  Pfalz  her.
Die  Flurnamen  des  Untersuchungsgebietes  haben  einen  nördlichen  Anschluss
  im  Hunsrück.
Schiffei  (Nr.  30):  vgl.  Kapitel  7.1.5.
Ahd.  swanda  (Nr.  46)  hat  im  Untersuchungsgebiet  einen  Verbreitungsschwerpunkt
  im  östlichen  Saarland,  das  Verbindungen  zum  Hunsrück  und
zur  Westpfalz  aufweist.  Belege  für  Schwand  als  Simplex  und  als  Grundwort
  sind  fast  ausschließlich  hier  zu  finden.  An  der  oberen  Saar  und  an
der  Eichel,  also  in  dem  oberrheinisch  beeinflussten  Namenraum  des
Eisasskeils,  ist  Schwand  als  Bestimmungswort  belegt
Wehr  (Nr.  34):  vgl.  Kapitel  7.1.1.
Wehre  (Nr.  35):  vgl.  Kapitel  7.1.1.
7.1.3.  Der  lothringisch-westelsässische  Namenraum  zwischen
  Rossel  und  oberer  Saar
Der  lothringisch-westelsässische  Namenraum  an  Rossel  und  oberer  Saar  liegt
südwestlich  des  oben  beschriebenen  Raums  an  Prims  und  oberer  Blies;  an  der
Schnittstelle  beider  Räume  befindet  sich  Saarbrücken.  Dieser  Namenraum  erreicht
  gerade  noch  vor  allem  links  der  Saar  und  an  der  unteren  Blies  das  südliche
  Saarland.  Das  Kerngebiet  befindet  sich  an  den  Flussläufen  der  Rossel  und
der  oberen  Saar  in  Lothringen.  Eine  Verbindung  zum  Westmoselfränkischen
hat  der  Raum  durch  das  gemeinsame  romanische  Lehnwortgut  und  durch  das
Ausstrahlen  einiger  westmoselfränkischer  Flurnamenwörter.  Beeinflusst  ist
der  Raum  aber  auch  durch  alemannische  Formen:  Der  Eisasskeil  (vgl.  Kapitel
7.1.4. )  ragt  von  Südosten  her  in  ihn  hinein.
Am  Namenraum  an  Rossel  und  oberer  Saar  haben  folgende  Namenwörter
Anteil:
Bech  (Nr.  2):  vgl.  Kapitel  7.1.1.  und  7.2.
Heister  (Nr.  14):  vgl.  Kapitel  7.1.2.
Koppel  (Nr.  22):  vgl.  Kapitel  7.1.2.
Matte  (Nr.  42):  vgl.  Kapitel  7.1.4.
Rehen  (Nr.  44):  vgl.  Kapitel  7.1.4.
Saall-sel  (Nr.  29):  vgl.  Kapitel  7.1.1.

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