Folgende der untersuchten Namenwörter lassen sich diesem Namenraum
zuordnen;
Wenige verstreute Flurnamenbelege zu Adebar (Nr. 1) liegen in diesem
Namenraum. Daneben hat Adebar noch eine offensichtlich vom Pfälzischen
beeinflusste Verbreitung im Saarpfalz-Kreis (vgl. Kapitel 7.1.5.).
Nach dem Kartenbild ist Bracken (Nr. 5) schwach verbreitet in den beiden
Namenräumen, die den nördlichen Teil des Saar-Mosel-Raums einnehmen.
Nach dem untersuchten Flurnamenmaterial zu urteilen befindet sich die
Verbreitungsgrenze der Bech-Formen (Nr. 2) (im Gegensatz zu der der
ßac/i-Formen) innerhalb des Untersuchungsraums. Das Wort kommt an
Obermosel und unterer Saar vor, Gebiete, die wortgeographisch gesehen
Anschluss nach Norden zeigen. Die nur geringe Belegdichte erlaubt Aussagen
über die einstige Verbreitung dieser Variante nur unter Vorbehalt:
Die Reliktbelege an der oberen Saar bezeugen immerhin die einstige Verbreitung
dieses Wortes bis an den Westrand der Vogesen (vgl. Kapitel
7.1.3. und 7.2.).
Brink (Nr. 6): vgl. Kapitel 7.1.2.
Der westmoselfränkische Raum an Obermosel und unterer Saar kann als
einziger der Namenräume des Saar-Mosel-Raums auch durch das Fehlen
eines Namenwortes charakterisiert werden (SC'HORR 2000, 45f.). Dies
zeigt sich deutlich am Beispiel Delle (Nr. 7; vgl. Kapitel 7.1.5. und 7.2.),
das im Untersuchungsraum, abgesehen vom Saarkohlenwald und den
Vogesen, sehr häufig vorkommt. Westlich der Nied und der unteren Saar
aber zeigt die Kartierung der Belege eine auffällige Ausdünnung. Nur die
Variante mit Dentalepithese ist an den westmoselfränkischen Namenraum
gebunden.
Ebenfalls in diesem Raum liegt der Flurnamenbeleg zu drechen (Nr. 8).
Er steht zwar vereinzelt da, fügt sich aber genau in das im DiWA wiedergegebene
Verbreitungsbild des Appellativs und ist im Zusammenhang mit
dem Vorkommen des Wortes in der Westeifel, in Luxemburg und in
Lothringen zu sehen.
Fließ (Nr. 11) hat eine in neuerer Zeit von Floss überdeckte Reliktlage
vorwiegend im Raum an Obermosel und unterer Saar. Einzelbelege in
den Nordvogesen sprechen für eine früher weiter nach Süden reichende
Ausbreitung.
Die Verteilung der Grät/Grächt-Belege (Nr. 12) lässt eindeutig auf nördliche
Zusammenhänge schließen. Reliktbelege an der oberen Saar lassen
erkennen, dass das Wort einst bis an den Westrand der Vogesen verbreitet
war (vgl. auch SCHORR 2000, 45 und 71 Karte 13).
Heister (Nr. 14): vgl. Kapitel 7.1.2.
Hock (Nr. 16) ist toponymisch schwach belegt im Bereich des Unterlaufs
der Saar und an der Prims, also im äußersten Norden des Untersuchungsgebietes.
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