6.3.1.6. Bodenbedeckung (Pflanzenbezeichnungen, Wald,
Grasland)
Die hier aufgenommenen Pflanzenbezeichnungen können sowohl auf natürlichen
Bewuchs als auch auf eine kultivierte Bepflanzung referieren.
a) ,Nordwörter4:
Biese(n) f. .Binse, iuncus, scirpus4 (Nr. 3);
Bracken Subst. PI. .brombeerartige Dornenschlingpflanzen4 (Nr. 5);
Hees (westgerm. *haisja ) .Buschwald, Strauch1 (Nr. 14);
Heister m. Junger Laubbaum aus Baumschule, Buche4 (Nr. 14);
Westgerm. *(h)lär- ,Hürde, abgegrenzter Bezirk4 (Nr. 15);
Horst m./f. ,Gestrüpp, Buschwerk, stehengebliebenes Unterholz, unzugängliche
Hecke4 (Nr. 17);
Liesch n. .Riedgras4 (Nr. 25);
Wisch, Wiesch f. ,nutzbares, feuchtes Grasland1 (Nr. 36).
b) ,Südwörter4:
Matte f. .Wiese4 (Nr. 42);
Schachen m. .Waldstück4 (Nr. 45).
6.3.1.7. Kulturnamen
Diese Kategorie enthält Namenwörter, die solche Fluren bezeichnen, die
durch kultivierende Tätigkeiten des Menschen entstanden sind; diese Namenwörter
gehören den Sachbereichen Rodung, Ackerland und sonstiges Nutzland,
Weinbau etc. an.
a) .Nordwörter4:
Driesch m. ,zeitweise unbebautes, als Weide dienendes Ackerland4 (Nr. 9);
Rod n. (ahd.) .novale, gerodetes Land4 (Nr. 28);
Schiffei, Schaffe! f./n. .Platt- oder Schrägschaufel4, davon abgeleitet eine
Rodungsart (Nr. 30).
b) .Südwörter4:
Gereute, Geräte, Geriedt n. .Stück Land, das durch Roden urbar gemacht
wurde4 (Nr. 38);
Reben Subst. PI. .Weinberg4 (Nr. 44);
Swanda f. (ahd.) ,ein durch swenden gewonnenes Stück Land4 (Nr. 46);
Trotte f. .Kelter4 (Nr. 47).
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