(1399). Diese Belege gehören damit einem Namenraum an, der über die Vogesen
zum alemannisch-elsässischen Oberrhein hin offen ist und der von A.
SCHORR als Eisasskeil bezeichnet wird.4'0 Von hier aus erfolgte im Saar-Mosel-Raum
bereits seit dem 14. Jahrhundert eine Ausbreitung in nordwestlicher
Richtung. J?e6e-Namen finden sich in den früheren Weinbaugebieten an
oberer und mittlerer Saar, am Unterlauf der Blies und im Seiftegau. Über den
kartierten Bereich hinaus ist Rebe als Grundwort nicht weiter nach Norden
vorgedrungen (Dittmaier 242; SCHORR 2000, 42f. und Karte 9),
Als kollektiver Plural Reben und als Bestimmungswort der Komposita
Rebberg und Rebgarten hat das Namenwort das ältere, gemeingermanisch
verbreitete und in Flurnamen des Saar-Mosel-Raumes diesseits der Sprachgrenze
noch gut bezeugte Wingert verdrängt.4'1 Die Belege mit zusammengesetzten
Reb(en)-Namen sind jünger als die eingliedrigen Namen: Reb(en)-berg
ist im Untersuchungsgebiet ab ca. 1500 nachzuweisen, Reb(en)-garten erst ab
dem 17. Jahrhundert.
Das Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten weist Rebe als Appellativ
nach in den Gemeinden Forbach (con Forbach), Mittersheim und
Romeifing (con Fenetrange / Finstingen) sowie Hommarting und Reding (con
Sarrebourg / Saarburg), die im südlichen Teil des germanophonen Lothringen
gelegen sind, aber auch im zum westmoselfränkischen Dialektraum gehörenden
Sierck (con Sierck-les-Bains) (DtLothrWb 406).
(R. K.)
420 Schorr 2000, 34 und Karte 21.
421 Anmerkung zur Belegkartierung (vgl. Abb. 51): Kartiert und dabei durch unterschiedliche
Symbolformen bzw. -färben unterschieden wurden a) Reben PI. (Flurnamen
mit Erstbeleg bis 1500, die oben, Abschnitt A, aufgetuhrt sind, erhielten ein
eigenes Symbol); b) Reb(en)berg\ c) Reb(en)garten\ außerdem - zum Vergleich -
die historischen Wingert/Weingarten-Flurnamen des Untersuchungsgebietes.
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