Full text : 'Nordwörter' und 'Südwörter' im Saar-Mosel-Raum

bung;  die  amtlichen  Namen  des  französischen  Sprachgebietes  beginnen  mit
einer  Majuskel,  der  Rest  ist  kleingeschrieben.  Über  die  in  den  Beleglisten  abgekürzt
  zitierten  Quellen  gibt  das  Quellenverzeichnis  {Kapitel  9)  Auskunft.
Das  Verzeichnis  der  Kantons-  und  Kreissiglen  (Kapitel  4)  enthält  Informationen
  zur  Kreis-  bzw.  Kantonszugehörigkeit  der  Gemeinden.
Unter  Punkt  B  sind  für  das  jeweilige  Namenwort  zum  einen  Belege  aus  den
einzelnen  germanischen  Sprachen  und  Dialekten  einschließlich  derjenigen  in
historischen  Sprachstufen  aufgeführt.  Ferner  wird  auf  ein  historisches  toponymisches
  Vorkommen  in  den  älteren  Sprachstufen  des  Deutschen  und  in  den
übrigen  westgermanischen  Sprachen  hingewiesen.  Gerade  ältere  Siedlungsnamenzeugnisse,
  die  in  der  Regel  früher  als  Flurnamen  belegt  sind,  sind  eine
hilfreiche  Quelle,  wenn  man  aus  ihnen  Lexeme  rekonstruieren  kann,  die  wie
existierende  Appellative  behandelt  werden  können,  wenn  sie  als  solche  nicht
oder  nur  unsicher  belegt  sind.  Die  toponymischen  Belege  ermöglichen  in  solchen
  Fällen  die  Erschließung  von  ältesten  Wortschatzelementen  bzw.  können
zu  einer  zufriedenstellenden  Namenetymologie  und  Wortgeschichte  führen.
Dieses  Vorgehen  hat  sich  besonders  bei  der  Erarbeitung  der  ,Nordwörter1  bewährt:
  Wörter,  die  -  unserem  Material  nach  zu  urteilen  -  Anschluss  nach
Norden  zeigen,  haben  meistens  ihre  Parallelen  in  der  älteren  und  ältesten  Siedlungsnamenüberlieferung.

Abschnitt  C  behandelt  sowohl  das  rezente  appellativische  Vorkommen  des
zu  untersuchenden  Namenwortes  als  auch  seine  Entsprechungen  in  den  Flurnamen
  des  deutschsprachigen  Raumes.  Die  Koppelung  von  Wort  und  Name  hat
den  Vorteil,  die  wortgeographische  Dimension  der  behandelten  Namenwörter
deutlicher  artikuliert  und  übersichtlicher  aufscheinen  zu  lassen,  da  Flurnamen
häufig  eine  ältere  Verbreitung  von  Wörtern  dokumentieren.  Eventuelle  differierende
  Bedeutungen  und  Sonderbedeutungen  werden  mitberücksichtigt.
Abschnitt  D  ist  dem  sprachwissenschaftlichen  Kommentar  zur  Belegreihe
sowie  der  Diskussion  der  Aussagefähigkeit  der  Formen  und  ihrer  Verbreitung
im  Hinblick  auf  die  deutsche  und  germanische  Wortgeographie  Vorbehalten.
Das  areale  Vorkommen  eines  Namenwortes  im  Saar-Mosel-Raum,  eventuell
  vorhandene  Verdichtungsräume,  Räume  mit  ausdünnendem  Vorkommen
oder  Räume  ganz  ohne  Belege  für  ein  bestimmtes  Namenwort  lassen  sich  anhand
  einer  Kartierung  der  Flumamenbelege  besonders  anschaulich  aufzeigen
und  erläutern;  die  Karten  zu  den  Namenartikeln  sind  in  einem  Anhang  zusammengestellt.


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