auff dem weeg und clam (StA Sg Bannbuch Welferding). Weyer (Dr): o In
dem klamm / - der -. Wittersheim (SI): 1 504 or. dt. von dem bierbaum gleich
heraber in die glame (FLA W 1940.4), 1504 dt. über die glam herab (Spies
Amt Blieskastel, 31), 1504 dt. die glame (Spies Amt Blieskastel, 32), 1624 dt.
die ormesglam acht (SPIES Amt Blieskastel, 60), 1624 dt. ormesglam / die
ormesglamen (Spies Amt Blieskastel, 61). Wittring (Sg): 1584 or. dt. bis ann
die glame (LA Sb 22/3024 fol 4v), 1584 dt. bis ann die glame (LA Sb 22/3024
fol 6v), o Vor der klamm [da 'klaiom], Wolfersheim (Sl): o En de Sauklaam
[en da 'zaukla:m], In de Härschglaam [in da 'hepfglaanj, In de Herschklahm.
Wustweiler (Ot): o. D. or. dt. die seelborner clam / längs der clam (GEB),
Zetting (Sg): 1584 or. dt. bis ann die glame (LA Sb 22/3024 fol 4v), 1584 dt.
bis ann die glame (LA Sb 22/3024 fol 6v). Zilling (Pb): 1691 or. dt. bey der
clamm (AD BR E 5876), o Aufm die langmatt bey der clam der obwende.
Zweibrücken (Beschreibung der Grenze zu Bitsch): 1601 kop. 1739 frz.
schwolberglam (HSA Mü Kasten blau 384/9 fol 129-134).
(Vgl, Abb. 48)
B. Die Etymologie des Wortes Klamm f. ,enges Tal, Bergspalte, Schlucht1 ist
umstritten. Es geht zurück auf mhd. klam st. m., klamma st. f. .Bergspalte,
Schlucht' (LEXER 1, 1603ff.), ahd. klamma st. f. .Klemme; Krampf, Beklemmung,
Fessel' (STARCK/WELLS 3 3 3),362 vgl. aengl. dom m. .fester Griff, Kralle,
Klaue, Fessel' (KLUGE 492). Die Wörter lassen sich an das Adjektiv ahd.
mhd. klam ,eng, steil' anschließen;363 sie stellen Ableitungen vom Verb
klemmen < germ. *klam-jan- dar, das formal ein Kausativum zu klimmen
< germ. *klemban- ist (EWT4 3, 65; KLUGE 492; OREL 215f.) und werden auf
eine idg. Grundlage *glem- Subst. .Klumpen, Klammer' zurückgeführt (Hei-DERMANNS
333f.; IEW 360). Die Ausgangsbedeutung wäre also .Klemme,
Enge' (Kluge 492; DWB 11, 935). Letzten Endes ist die Etymologie des
Wortes nicht zufriedenstellend geklärt.
Die in den Flurnamen und Appellativen vorkommende Bedeutung .enges
Tal, Bergspalte, Schlucht' ist erst seit mittelhochdeutscher Zeit im appellativischen
Wortschatz des oberdeutschen Sprachgebietes vorzufinden. So ist mhd.
klamme st. f. .Bergspalte, Schlucht' zuerst im oberdeutschen Servatius belegt
(ca. 1190, Lexer 1, 1604); auch mhd. klam st. m. ist in die oberdeutsche Tradition
einzuordnen (ebd.). Klamm f. .Bergspalte, Schlucht' ist außerdem in
sekundären Siedlungsnamen seit mhd. Zeit belegt, die ebenfalls der Tradition
des oberdeutschen Sprachgebietes angehören:
,62 Auf die Bedeutung .Bergschlucht' scheinen die in Graff 4. 557 zitierten Ortsnamen
Clamma, Chlamminstein hinzudeuten, vgl. dazu weiter unten.
f" Zum Adjektiv klam ,eng, steif und zu dessen Verhältnis zu klam Adj. ,feucht' vgl.
Heidermanns 333f. und Lerchner 1965, 139-141. - Vgl. zum Adjektiv jetzt auch
Müller 2007, 278-280.
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