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Hatsch m. .Eber'
A. Bertheiming (Fe): o Hätschemottkroowe ['hetjamat'kroiva]. Boucheporn /
Buschborn (Bo): o De hätschkuul [da 'hetjkud]. Bübingen (SB): 1691
hetzalmuth / ahn das hetzalmuth (LÄUFER Bübingen, 41), 1714 an hetzsch
allmut (LÄUFER Bübingen, 41), 1763 das hetschallment / vor dem
hetschallment / oben am hetschallment / unten am hetschallment (LÄUFER
Bübingen, 42), 1783 or, dt. vor dem hetschallment / oben am hetschallment /
unten am hetschallment (GEB), 1833 das hetsch-allment / oben am
hetschallment! unten am hetschallment (LÄUFER Bübingen, 42), 1847/48 das
hetschallment / oben am hetschallment / unten am hetschallment (Läufer
Bübingen, 42), o Das Hetschallment, Oben am Hetschallment, Unten am
Hetschallment. Fechingen (SB): 1724 Hetschallmut (LlTHARDT Brebach-Fechingen,
218), 1757 or. dt. im hetsch ailmend (GEB), o Hetschalmet [am
‘hedjalmat]. Lelling (Gt): o Hätschtriisch ['hetj’trLj']. Neufgrange / Neuscheuern
(Sg): 1713 or. dt. anderseit am hetsch Steg (AD Mos 4 E 401).
Sarre-Lnion / Saarunion (SU): o Hetschenmur [hetja 'mymj. Vaudreching /
Wallerchen (Bv) : 1706 or. frz. hitchen acker / heischen acker (AD Mos E
depot 703 1 G 1), 1706 or. frz. hitschen acker (AD Mos 4 E 575), o 1.-3. petit
hetschnacker ['hetjanakn]. Veckersviller (Fe): o Hitschmattel [hitjmet].
(Vgl. Abb. 46)
B. Die Herkunft des Wortes Hatsch m. ,Eber4 ist kaum zu bestimmen. Belege
aus älteren Sprachstufen liegen nicht vor. Es dürfte sich um ein expressivonomatopoetisches
Wort handeln, das zunächst ein Lockruf oder ein Kosename
für das männliche Schwein war.’50 Vielleicht liegt auch eine Verwandtschaft
mit dem ober- und mitteldeutschen Dialektwort Hattel, Hettel f. ,Ziege'
(mhd. hatele) und rhein. Hätzel f. ,zahmes Lamm1 vor. Diese lassen sich mit
lat. catulus ,Tierjunges‘ verbinden und auf idg. *kat- Junge werfen; Tierjunges'
(IEW 534) zurückführen.
C. Ein Hatsch m. ,Eber‘ ähnliches Appellativ ist das im Wörterbuch der Tiroler
Mundarten (Schatz 1, 281) aufgeführte Hqtschar m. ,Schwein4.
In Vorarlberg ist hatsch ein Lockruf für Schweine, die Ableitung Hätschle
f. ist ein Kosename für ein großes (Mutter-)Schwein (VorarlbWb 1, 1331).
Auch in der Schweiz gibt es eine Interjektion hatsch(i) sowie als weitere
Varianten hotsch(i) und hutsch als Lockruf für Schweine; als Kosename für
Schweine und andere Großtiere wird Hutsch genannt (SCHWEIzlD 2, 1799-1801).
■lS" Vgl. nhd. hätscheln. Das Verb ist nach Kluge 396 ein expressives Wort.
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