namenbildung eingegangen zu sein: Landwehr-Flurnamen, so ergibt eine probeweise
Datenbankabfrage, finden sich nur in Eschringen, Manom / Monhofen
und Wahlen.
Bei den kartierten Flurnamenbelegen handelt es sich in der Mehrzahl um
Komposita, bei denen ein Zusammenhang mit Stau- oder Landwehren eher
unwahrscheinlich ist. Vielmehr sind es z. T. schon in der einschlägigen Flurnamenliteratur
(u. a. DlTTMAIER 333-335; HESSFLNATL Karte 5 und Kommentar)
beschriebene Kompositionstypen, die zu der hier interessierenden Bedeutung
von Wehre - ,ursprünglich das Nutzungsrecht des einzelnen Bauern
an der Allmende (meist Wald und Weide), dann diese selbst1 (Dittmaier
333) - passen.
Nicht berücksichtigt wurden (außer im Falle von Hirzweiler, auf dessen
Gemarkung es auch noch die Flurnamen im wehrloch und wehrgärten, die auf
eine Allmende hinweisen könnten, gibt) die mit Wehrwiese gebildeten Flurnamen.
Bei einigen davon finden sich im Kontext Hinweise auf Stauwehre.
Wenn solche Hinweise fehlen, ist eine eindeutige Zuordnung nicht möglich.
Auch fällt bei den entsprechenden rheinischen und hessischen Flurnamen eine
im Vergleich zu den anderen Kompositionstypen größere Streuung auf, was
darauf schließen lässt, dass häufig eine Wehranlage namengebend war.
Die mit werres- gebildeten Flurnamen (werrestriche, Remeling und werreswiessen,
Schwalbach) könnten eine formale Entsprechung zu dem bei
Dittmaier genannten Flurnamen werres- (siehe oben, Abschnitt C:
werresdricht) sein, der aus Wehrgras entstanden ist (eine vergleichbare Bildung,
die allerdings nicht im Untersuchungsgebiet auffritt, ist Werret aus
Wehrholt, ebenfalls bei Dittmaier genannt).
(R. K.)
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