stücker (Palzem, Gde. Saarburg. Lkr. Trier-Saarburg), auf der Schiffei (Stockheim,
Gde. Kreuzau, Kr. Düren), Schüffel (Meerfeld, Gde. Manderscheid, Lkr.
Bernkastel-Wittlich), Schievelbusch (Lohmar-Scheiderhöhe, Rhein-Sieg-Kreis)
(Dittmaier 266).
Schüffel, Schüffel,Schaufel1 und schüffeln, schuffeln sw. V. ,mit der Schüffel
arbeiten4 sind im Hamburger Raum belegt, wobei hier nicht die rechtsagrarische
Bedeutung vorliegt (HambWb 4, 173ff.). In Niedersachsen ist Schüffel
als Ausdruck der Brandwirtschaft nicht bekannt (BremNsäCHSWb 4, 703ff.);
im brandenburgisch-berlinischen Raum bedeutet Schüffel f. ,Schrägschaufel,
die man vor sich her schob und mit der man Unkraut oder Gras abhob". Dementsprechend
bezeichnet man mit dem Verb schuffeln ,das Entfernen des Unkrauts
mit einem Schüffel zwischen Sämlingsreihen4 (BranBerlWb 3,
1251 ff.).
Im Westfälischen gilt Schiffei in Flurnamen als Bezeichnung der Schiffeiwirtschaft:
vgl. den Flurnamen Am Schiffeisberg (Merzenich, Kr. Düren), hist.
1807 Aufm Schiefeisberg (MEYER 1933, 64).
Die nordöstlichste Ausdehnung im deutschen Sprachraum erreicht Schüffel
in Mecklenburg, wo es die Bezeichnung für die Schaufel ist, die Gras- und
Unkrautwurzeln zerschneidet (MecklWb 6, 196f.).
In Hessen findet sich Schüffel f. deichte, breite, flache Hacke zum Wegkratzen
des jungen Unkrauts im Weinberg" und schuffeln, schüffeln sw. Verb,
dessen Bedeutung mit ,mit der Schüffel im Weinberg das junge Unkraut
schürfend beseitigen" angegeben wird (SHessWb 5, 789). Schiffe! begegnet
auch in Flurnamen sowohl als Simplex als auch als Bestandteil von Komposita
(JUNG 1985, 171). Als Flurname kommt Schiffei im Herzogtum Nassau vor:
Kehrein 1872, 541 nennt die mit Schiffei gebildeten Flurnamen (Schiffei,
Ober-, Unter-; Schiffeiberg, -dell), die mit dem Ausdruck der heute veralteten
Rodungsart gebildet werden. HNassWb 3, 107 gibt als Appellativ für das
hessisch-nassauische Gebiet das Verb schaufeln in der Bedeutung ,Kartoffeln
mit der Hacke (!) vom Unkraut befreien und dabei zugleich den Boden lockern"
(Steinach, Schwalm-Eder-Kreis) an. Für das Moselland verzeichnet
JUNGANDREAS 1962, 950 den Flurnamen Schyffeltzbusch im Hochwald, 1345
in dem Drauff in schyffeltz busch\ vgl. auch 1587 bei Kürenz agrum (vineam)
(uff) Schiebel(t)z, 1965 in Neuerburg ein gewandt auff dem Schievel, 1697
eb di. feit auff dem Schiwel. Für das linksrheinische Gebiet ist das Wort aus urkundlichen
Quellen bekannt, die das appellativische Vorkommen des Lemmas
belegen: vgl. z. B. 1357 Trier sie ensulden doch da nit roden noch schiff ein
ane willen der lüde, der erbe is ist (Lamprecht 1885, 230); 1550 Orenhofen
bei Trier so jemandts das land in selbigem mit sch i ffeien, pflügen oder anders
gewinnen woldt (DWB 9, 1834);29* 1566 Steinberg (Lkr. Merzig-298
DWB 9, 1834 nennt andere Belege aus den Weistümem dieses Gebietes ohne genaue
chronologische Angaben.
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