hinder dem koden (LA Sp Gräfinthaler KPB), 1599 or. dt, im kuden (LA Sp C
33/15d), 1599 kop. 1624/25 dt. im koden (LA Sp C 33/15d2), 1729 frz. hinten
im koden ! im untern kothen (LA Sb von der Leyen Nr. 2410), o Im obern
Kothen [im 'ovoro 'ko:rg]. Wellesweiler (Ot): 1768 dt. am kothenbrunnen
(GEB), o Am Kothenbrunnen [am 'ko:d3(brun9], Kothenborn Garten.
Wörschweiler (SI): 1754/59 or. dt. in der kottewiesse (LA Sp B 2/1380.1 fol
189).
(Vgl. Abb. 29)
B. Auf germ. *kuta-/ö ,Hütte, Stall" lassen sich mhd. kot(e) m./n. ,Hütte4,
mnd, köte, kotte, käte, köte m./f., kot n. ,Hütte, kleines Haus; abhängige Bauernstelle
etc.‘,22<’ mnl. cot(e) n./f. .Hütte, Stall, Gefängnis4, aengl. cot n., cote
f. .Hütte, Häuschen; Schlafzimmer, Höhle4,* 22 anord. kot n. ,Hütte4, asächs.
kot (nur in kleineren Denkmälern) zurückführen. Auf die daneben existierende
/-Ableitung germ. *kutjön f. gehen anord. -kvtja .Hütte4 und aengl. eyte zurück
(DWB 11, 1882-1884; EWN 3, I21f.; HOLTHAUSEN 1954, 43;
Holthausen 1974, 48 und 58; Kluge 477; Lexer 1, 1690; MndHdWb II, 1,
653; MnlHdWb 309; Orel 226; Pfeifer 635; De Vries 1961, 327 und 341).
Auch in die Varietäten des Französischen ist das Wort gelangt (vgl. afrz.
cote .cabane4) und hat dort zahlreiche Ableitungen gebildet; die Ursprünge
scheinen teils im Nordischen, teils im Fränkischen zu liegen (FEW 16, 345f.).
Die nur in ihrer Semantik dazu passenden Wörter ahd. chuti (kuti) n.
.Schafstall4 (Graff 4, 366; SPLETT I, 1, 503) sowie kutil, kudel m. ,Hütte4
(STARCK/WELLS 88) gehören etymologisch nicht zu germ. *kuta-: Sowohl die
abweichende Stammbildung und der Vokal der Stammsilbe, der keine Senkung
aufweist, als auch der inlautende Konsonant -t-, der westgerm. -d- voraussetzt,
schließen eine Zugehörigkeit aus: Als Ausgangsform wäre *kud-jazu
erwarten.
Auffällig ist die Existenz des Wortes Kotten mit seinem niederdeutschen
Lautstand im Schwäbischen, Schweizerischen und Bairischen.Hier kann
das Wort nicht bodenständig sein, denn aus germ. *kuta- muss, mit durchge-225
Zur Annahme einer alten Doppelkonsonanz -tt-, also germ. *kutt-an/ön-, *kuttavgl.
LÜhr 1988, 251. Für die Argumentation werden aengl. cotte (The Lindisfarne
Gospels I 1.7) und mnd. kotte herangezogen. Generell kann die Doppelkonsonanz
aber auch rein graphisch sein, zur Bezeichnung der bewahrten Kürze.
-2<’ Die Längenstriche der mittelniederdeutschen Formen zeigen an, dass ursprüngliche
Kürze vorliegt und die Vokale erst später gedehnt wurden.
22 Dazu mit romanischer Endung nengl. cottage .Hütte, kleines Haus4 (vgl. mlat.
cotagium ,Hof eines Kätners1 [Niermeyer 1, 365], afrz. cotage).
Vgl. auch Hütte, germ. *hud-, das überall mit t vorkommt und nicht nur im Althochdeutschen,
wo dieser Lautstand wegen der Medienverschiebung der Zweiten
Lautverschiebung ohnehin zu erwarten ist: mnd. hütte, nl. hut, engl. hut.
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