Full text : 'Nordwörter' und 'Südwörter' im Saar-Mosel-Raum

1991,  Falkson  2000,  Follmann  1909,  Frings  1944,  Frings/Lerchner  1966,
Gamillscheg  1970,  Gelling  1978,  Gildemacher  1993,  Gysseling  1960,
Halfer  1988,  Haubrichs  2002,  Haubrichs/Pfister  1989,  Heidermanns
1993,  Hessischer  Flurnamenatlas,  Jung  1985,  Jungandreas  1962,  Keinath
1951,  Klausmann/Kunze/Schrambke  1997,  Kleiber  1986a,  1989,  1995,
Kluge  2002,  Krauo/Richter  1986-2006,  Kretschmer  1969,  Kyes  1983,
LAUR  1992,  Lausberg/Möller  2000,  Lerchner  1965,  Luxemburger  Wörterbuch,
  MANSION  1935,  Maurer  1965,  Maurer/Rupp  1974,  Mulch  1987,  Pfälzisches
  Wörterbuch,  PETRI  1937,  PFISTER  1978,  PHILIPP  1977,  PUHL  1999,
Ramge  1979,  1987a-b,  2002,  Rheinisches  Wörterbuch,  ROOS  1966,  SCHEUER¬MANN
  1995,  Schnetz  1997,  Schönfeld  1950,  1955,  Schützeichel  1976,
1988,  Siebenbürgisch-sächsisches  Wörterbuch,  Seebold  1970,  Udolph  1994,
Urmoneit  1973,  Vielsmeier  1995,  Vollmann  1926,  Wallner  1936,  von
Wartburg  1922ff.,  Zernecke  1991,  Zink  1923.  Die  daraus  resultierende
Wortliste  wurde  im  Arbeitsprozess  sukzessive  modifiziert,  sei  es  durch  die
Herausnahme  von  Wörtern,  die  im  Flurnamenmaterial  nicht  nachzuweisen  waren
  (z.  B.  die  ,Nordwörter4  Donk  m.  .Bodenerhebung  in  sumpfigem  Gelände4;
Heuer  .Miete,  Lohn4  bzw.  heuern  ,anmieten,  verdingen4;  Kobhe  f.  .Spinne4;
Quante  f.,  meist  PI.  .dicke  Fausthandschuhe,  plumpe  Hände4),  sei  es  durch
Hinzunahme  von  in  namengeographischer  Perspektive  auffälligen  Namenwörtern
  des  Saar-Mosel-Raums,  deren  Relevanz  für  die  Fragestellung  jeweils  eingehend
  zu  prüfen  war.
Als  Erstorientierung  für  die  Liste  der  .Nordwörter4  dienten  die  .Studien
zum  nordwestgermanischen  Wortschatz4  von  Gotthard  Lerchner  (1965).  Da
für  die  .Südwörter4  keine  vergleichbare  Aufarbeitung  vorliegt,  wurde  zunächst
das  etymologische  Wörterbuch  von  KLUGE  in  der  24.  Auflage  ausgewertet.
Der  so  entstandene  Entwurf  wurde  dann  durch  Heranziehung  von  einschlägigen
  dialektgeographischen  Arbeiten  und  Flurnamenbüchern  modifiziert.
Ferner  wurden  Namenwörter  aufgenommen,  die  bei  KLUGE  nicht  Vorkommen,
aber  bei  der  Arbeit  mit  dem  Material  des  ASFSL  aufgefallen  waren.
Der  nächste  wichtige  Schritt  war  die  Etymologisierung  des  so  gewonnenen
Namenmaterials.  Für  das  jeweilige  Lemma  wurden  zum  einen  Belege  aus  den
einzelnen  germanischen  Sprachen  und  Dialekten  einschließlich  derjenigen  in
historischen  Sprachstufen  aufgeführt;  weiterhin  wurde  auf  ein  Vorkommen
des  jeweiligen  Lemmas  in  Ortsnamenzeugnissen  für  das  Deutsche  und  die  übrigen
  westgermanischen  Sprachen  hingewiesen.  Gerade  ältere  Siedlungsnamenzeugnisse
  bieten  eine  hilfreiche  Quelle,  wenn  man  daraus  Lexeme  rekonstruieren
  kann,  die  wie  existierende  Appellative  behandelt  werden  können,
wenn  sie  als  solche  nicht  oder  nur  unsicher  belegt  sind.  Die  toponymischen
Belege  ermöglichen  in  solchen  Fällen  die  Erschließung  von  ältesten  Wortschatzelementen
  bzw.  können  zu  einer  zufrieden  stellenden  Namenetymologie
und  Wortgeschichte  führen.  Dieses  Vorgehen  hat  sich  bei  der  Erarbeitung  der
.Nordwörter4  besonders  bewährt:  Wörter,  die  unserem  Material  nach  zu  urtei¬
            
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