liehen Moselfränkischen (mit Verschlusslaut) Höppel, Höbbel, Hibbel.
Bei Nürnberg: Höppel, Hippel, Hiebl und Hebt.
Nordbayern: Hiebl, Hiib(e)l, Hüwl, /7m7 sowie (mit Vokalisierung der Liquida):
Hiwei, Hüwö, Hüwi.
Südöstliches Sachsen, nördliche Teile des heutigen Tschechien: Hiib(e)l,
Hieb(e)l, Hiewl, Hüwerl, Hiebala, Hebel, Huibl, Hejbl.
Die Neumark in Polen: Hebbel, Hibbel, Hubbeb, nordöstlich davon (im ehemals
ostniederdeutschen Sprachraum) Hewel.
Ehemalige Provinz Ostpreußen: Hiibbel und Häwel.
Nordöstlich von Osnabrück: Hüwel und Höwel.195
Die Auswertung der einschlägigen Mundartwörterbücher und Flurnamenarbeiten
für den deutschsprachigen Raum ergibt, von Norden nach Süden voranschreitend,
folgenden ergänzenden Befund:
In Schleswig-Holstein kommt Hübel als Wort und in Namen nur ganz vereinzelt
vor: Das schwach und fast nur in Ortsbezeichnungen wie Hävelsmoor
und Nordhävel belegte Wort Höwel m. hat die Bedeutung ,Hügel'. Ein Flurname
im Kr. Nordfriesland aus dem Jahr 1790 lautet Hübbeb, in Dithmarschen
treten in Ortsbezeichnungen die Varianten Höwel und Huwel auf (CLAUSEN
1988, 56; Falkson 2, 2000, 515; SchleswHWb 2, 921).
Hamb Wb 2, 726 rechnet Hövel m. als Wort der mittelniederdeutschen Zeit
zu; nur noch in Flur- und Straßennamen wie Hövel, Hoefel, Steinhöfel,
Hövelbrook etc. sei das Wort erhalten. Für Niedersachsen wird Höwel, Hüwel
als Bestandteil von Flurnamen genannt (Scheuermann 1995, 127).
Für die Mundart von Mecklenburg ist Hoewel m. in der Bedeutung ,Hügel'
verzeichnet; in der älteren Sprache sei das Wort auch Für andere Erhöhungen
(.Höcker') gebraucht worden (MecklWb 3, 816).
Die westfälische Mundart kennt zur Bezeichnung des Hügels das Maskulinum
Hüdwel (WOESTE 108). Die toponymische Vertretung von hifwel und
anderen ,Hügel'-Heteronymen im Westfälischen hat Gunter MÜLLER in einer
Einzelstudie (MÜLLER 1985) und jüngst im Westfälischen Flurnamenatlas
aufgearbeitet (WESTFFLNATL Nr. 100, mit ausführlicher Darstellung von
Schreibungen, Mundartformen und Zusammensetzungen); Die Auswertung
der DWA-Karte .Hügel' in MÜLLER 1985, 138 (Karte 1) ergibt für hifwel
kleinere Verdichtungsgebiete im Norden (Kr. Minden-Lübbecke) sowie im
Süden (Hochsauerlandkreis, Kr. Siegen-Wittgenstein). Die Kartierung der
zum großen Teil dem Urkataster entnommenen Flurnamen sowie der mit
hövel gebildeten Siedlungsnamen, deren Überlieferung um 900 einsetzt
195 Zu ergänzen sind die siebenbürgisch-sächsischen Varianten Heffel, Hiwwel und
Hibbel, die appellativisch und toponymisch belegt sind (SiebenbSäChsWb 4, 281;
Wallner 1936, 33f. und 69). Die unterschiedlichen Formen erklären sich aus der
Herkunft der Kolonisten aus dem heutigen Luxemburg und den Gebieten der damaligen
Bistümer Köln, Trier und Lüttich.
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