genannt wird. Die Frühbelege weisen stark romanisierte Graphien auf: 699
Chassus zeigt für den germanischen Reibelaut /h/ die Graphie (ch) als Wiedergabe
der gehörten Form und /a/ als Ersatzlaut für germ. /ai/; 801 Essern
zeigt romanische /?-Aphärese.
In den Formen Heis- und Heys-, die im Untersuchungsgebiet anzutreffen
sind, sind -/- bzw. -y- häufig als Dehnungszeichen aufzufassen, wie die Mundartformen
bestätigen. Allerdings weisen Teile des Untersuchungsgebietes für
westgerm. /ai/ eine diphthongische Aussprache auf.,:" Dies ist die Ursache für
die unterschiedlichen Mundartbelege insbesondere bei den Flurnamen zu
Heister, Da der Untersuchungsraum weitestgehend südlich der festlfescht-Linie
gelegen ist,1 4 ist Heister dialektal meist als ['haeijdn] belegt.
Die Verbreitung von Hees / Heister konzentriert sich auf den Norden des
Untersuchungsgebietes. Den südlichen Teil des Saar-Mosel-Raumes erreicht
nur Hees, was eine ältere Verbreitung dieses Namenwortes anzeigt. Eine Fortsetzung
nach Westen liegt in französischen Waldnamen wie Hesse vor
(Haubrichs 2004a, 311).
(R. K.)
153 Di WA Karte 80 (heiß) und Karte 291 (Fleisch); Will 1932, 60-62 mit Karten 22
und 23.
154 DiWA Karte 353 (fest); Aubin/Frings/Müller 1926/1966, 116-119 mit Karte 37;
Will 1932, 91-93 mit Karte 35.
137