Full text: ‚‚Deutsch die Saar, immerdar!‛‛

gegenüber Behörden weigerte, Listen von Ortsgruppen bzw. die Anschriften der 
Vorsitzenden zu übermitteln. Vogel rechtfertigte dies mit der vorgeschobenen 
Begründung, es solle der Eindruck vermieden werden, die privaten Vereinigungen 
bezögen ihre Weisungen von offizieller Seite; tatsächlich aber fürchtete er nach den 
Zwischenfällen Anfang der Zwanziger*" die erneute Enttarnung seiner Verbindungs¬ 
leute im besetzten Gebiet. Außerdem lag es durchaus im Interesse der Geschäfts¬ 
stelle, den gesamten Schriftverkehr über sie laufen zu lassen und damit ihre Position 
als Koordinationsstelle zu behaupten. 
Geographisch konzentrierten sich die Ortsgruppen anfangs entlang des Rheins und 
der Ruhr. Spätestens ab Mitte der zwanziger Jahre hatten die Saarvereine allerdings 
ebenso in Mittel- und Ostdeutschland Fuß gefaßt. Während der Besuch von Ver 
anstaltungen, Delegationen zu Kundgebungen oder auch gemeinsame Familienaus¬ 
flüge im Verkehr zwischen benachbarten Ortsgruppen üblich waren, behinderten sich 
die Vereine in dichter besiedelten Gegenden wechselseitig in ihrer Ausbreitung, 
weshalb die Regelung getroffen wurde, daß keine zwei Ortsgruppen in einer Stadt 
S5 Siehe hierzu Kap. 3.1.1. 
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