Full text: ‚‚Deutsch die Saar, immerdar!‛‛

Spruch zwischen den beiden Werten löst sich dadurch auf, daß es für die Außendar¬ 
stellung des Bundes - sowohl gegenüber Behörden als auch potentiellen Förderern 
und Mitarbeitern - wichtig war. eine möglichst breite Basis im gesamten Reich zu 
suggerieren. Da sich der Bund nicht wie eine Partei regelmäßigen Wahlen stellte, war 
der Zulauf zu den Ortsgruppen ein immanent wichtiger Gradmesser für den Erfolg 
der Saarvereinspropaganda. Die höheren Zahlenangaben sind zwar keine reine 
Erfindung der Geschäftsstelle, doch dürfte Vogel hier alle im Entstehen begriffenen 
Ortsgruppen und ebenso kleinste Gruppierungen ohne eigentliche Vereinsstruktur 
summiert haben. Die untere gedachte Linie spiegelt hingegen die tatsächliche Stärke 
des Bundes wider, wie sie sich aus den wenigen detaillierten Auflistungen rekon¬ 
struieren läßt83. 
Mitgliederstärke der Ortsgruppen 192684 
Ortsgruppe 
Mitglieder 
Ortsgruppe 
Mitglieder 
Ortsgruppe 
Mitglieder 
Barmen' 
55 
Essen’ 
150 
Marten’ 
45 
Barsinghausen 
47 
Frankfurt 
100 
Mengede’ 
43 
Bochum 
147 
Gelsenkirchen 
89 
Merseburg 
50 
Beuthen O./S. 
70 
Goslar 
75 
Mülheim 
62 
Bottrop 
54 
Gladbeck 
77 
München 
200 
Bövinghausen 
68 
Halberstadt 
54 
Oberhausen 
110 
Buer i.W. 
61 
Halle* 
176 
Oldenburg 
70 
Cassel 
67 
Hamm* 
70 
Qbernkirchen 
27 
Castrop i.W. 
95 
Hamburg* 
57 
Recklinghausen 
76 
Chemnitz 
87 
Hannover 
¡04 
Betzdorf/ Siegen 
40 
Cöthen 
87 
Heidelberg* 
80 
Scherlebeck 
46 
Crefeld* 
72 
Herne* 
52 
Stettin 
57 
Darmstadt 
75 
Hövel* 
76 
Stuttgart’ 
200 
Dortmund* 
111 
Ickern* 
50 
Waltrop i.W. 
49 
Duisburg* 
164 
Ibbenbüren 
50 
Wanne 
47 
Düsseldorf 
100 
Karlsruhe 
48 
Wattenscheid 
56 
Elberfeld 
48 
Köln 
197 
Wissen a. Sieg* 
43 
Erfurt 
56 
Königsberg 
67 
Hervest/ Dorsten 
40 
Erkenschwick 
185 
Leipzig 
98 
Wetzlar 
_M 
Erle* 
140 
Magdeburg 
56 
Summe: 
4,838 
Das Fehlen derartiger Aufstellungen war die Folge aus der konspirativen Arbeits¬ 
weise der Geschäftsstelle „Saar-Verein'4, die sich während der ersten Jahre selbst 
M Markierung Herbst 1925 (72): Vgl. undatiertes „Verzeichnis der Postabonnenten der einzelnen 
Ortsgruppen der Halbmonatsschrift ,Saar-Freund“1, in: LA Saarbrücken, Saar-Verein 2; Markierung 
Frühjahr 1928 (81): Vgl. undatiertes „Verzeichnis der dem Bund der Saarvereine angeschlossenen 
Ortsgruppen mit Angabe der Mitgliederzahl“, in: BA-R 8014/784. Hier wurden 13 Vereinigungen als 
im Entstehen begriffen vermerkt, was exakt der Differenz zur Markierung von Ende 1928 (68) ent¬ 
spricht: Vgl. Auflistung (27.11.28), in: BA-R 8014/124. Markierung Sommer 1931 (60): Vgl. namentli¬ 
che Auflistung, in: BA-R 8014/126. 
Die Angaben stammen aus einem internen Verzeichnis von 1926, in: BA-R 8014/124; offensichtlich 
war die Ortsgruppe Berlin vergessen worden. Mit * gekennzeichnete Saarländer-Vereinigungen fänden 
sich auch schon in einer Auflistung von Ende 1920, in welcher außerdem noch die zwischenzeitlich 
aufgelösten Ortsgruppen Bonn, Schönebeck. Mengede. Essen-Borbeck und Neuwied verzeichnet waren: 
Vgl. Auflistung der Ortsgruppen (29.11.20), in: LA Saarbrücken, Saar-Verein 1. 
83
	        

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