vermittelte ihn an Ruppel auf die Assessorstelle nach Metz; im Mai 1941 wurde
Ewig nach Lothringen „in Marsch“ gesetzt.549
Abb. 8: Parlamentär Eugen Ewig bei der Übergabe der Präfektur Metz am 19. November 1944
Ewig, der kein Mitglied der NSDAP war,550 wurde Ruppels Stellvertreter und von
Oktober 1942 an kommissarischer Leiter des Staatsarchivs Metz/'1 Vom Wehrdienst
zurückgestellt blieb er dreieinhalb Jahre am Staatsarchiv. Im November
1943 wurde er zum Archivrat ernannt.552 Im Oktober 1944 zum Volkssturm eingezogen553
erlebte Ewig in Metz die „Befreiung“, wie er sie selbst nannte, obwohl
er dabei kurze Zeit interniert wurde.554 ln der ersten Novemberwoche 1944, als
Ewig zu Overbeck nach Heidelberg abreisen wollte, erkrankte er und musste das
Bett hüten.555 Wenige Tage darauf drangen amerikanische Truppen in das Stadtzentrum
von Metz vor und schossen mit Artillerie auf das Präfekturgebäude, in
'49 ADM, 1W205, Akte Ewig: Zipfel an Ewig v. 19.5.1941, cf. Wilhelm Kisky an Ruppel v.
20.1.1941, Ewig an Ruppel v. 26.1.1941 ; Ewig an den Verf. v. 10.4.1997.
550 H. Hiegel, „La germanisation“, 85.
551 W. H. Stein, „Inventarisierung“, lvi.
552 ADM, 1W205, Akte Ewig: Barth an StA Metz v. 7.1.1944.
553 ADM, 1W205, Akte Ewig: Ewig an [Zipfel] v. 30.10.1944.
554 Herr Ewig an d. Verf. v. 15.3.1997. Für seine Befreiung aus der amerikanischen Internierung
setzte sich u. a. der Bischof von Metz Monseigneur Heintz ein; ADM, 29J2077/papiers
Heintz, Heintz an Präfekt v. 13.12.1944.
555 ADM, 1W204, Mappe „Dienstreisen“: Ewig an CdZ-Außenreferat v. 4.11.1944, Ewig an
GKVW v. 4.11.1944; ADM, 1W201, Mappe „Verschiedenes“: Ewig an GKVW v, 10.11.1944.
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