im Lothringischen Institut Unterkommen, wurde aber schließlich räumlich und institutionell
abgetrennt.310 Dennoch standen Mittelstelle und Institut in engem Kontakt,
verwirklichten einige Projekte gemeinsam und teilten sich eine Schreibkraft.311
1942/43 kam der saarländische Volkskundler Fox einige Monate zu Forschungen
nach Metz. Haushaltstechnisch wurde er von der Behörde des CdZ als Mitarbeiter
des Lothringischen Instituts geführt. '12 Ein gewisser Dr. Christian ist für die zweite
Hälfte des Jahres 1941 als Mitarbeiter belegt.313 Außer den wissenschaftlichen Kräften
hatte das Lothringische Institut Mitarbeiterinnen für Schreib-, Übersetzungsund
Fotoarbeiten.314 In den Sommermonaten wurden dem Institut Studentinnen aus
dem studentischen Kriegseinsatz in Lothringen zugeteilt.315 Gelegentlich stellte es
studentische Praktikantinnen ein, bevorzugt lothringische. In deren Bewerbungen
sah Halber „ein Stück Bekenntnis zur deutschen Wissenschaft“.316
310 Christian Halber, „Das Lothringische Institut [...] (II)“; cf. ADM, 1W250. Für die Zusendung
dieses Artikels danke ich Herrn Boissou. ADM, 1W239: Mappe „Saarpfalz. Abhandlungen“:
Haufen-Verl, an Braun (DVG) v. 30.12.1941.
311 Yvonne Schwartz; ADM, 2W63/1: f. 4; Mappe 4: f. 90, 92-93, 100, 101-02.
ADM, 1W210: Fox an Emrich v. 12.3.1943.
313 ADM, 1W104: Halber an CdZ-Außenreferat v. 20.12.1941: Christian wurde vom 4,-12.8., 22,-23.8.,
1.-2.10., 17.-22.10.1941 als urlaubsweise vom LI abwesend gemeldet. Eine Identität dieses
Dr. Christian mit dem DVG-Kreispropagandaleiter von Saargemünd und späteren Studentenführer
in Straßburg Dr. med. Georg Christian, den Halber Mitte Mai 1941 in Saargemünd aufsuchte,
ist unwahrscheinlich, da letzterer als Assistenzarzt am städtischen Krankenhaus von
Saargemünd sich kaum in denselben Monaten in Metz aufgehalten haben kann; AMSgs,
Hiegel/activité littéraire 1940-44: Halber (LI) an Hiegel v. 16.5.1941: Georg Christian war Halber
von Bickler empfohlen worden; cf. ADM, 2W63/1, f. 4: Rundschreiben der DVG v. 24.9.1941;
AMSgs, 1K16, Personalakte Georges Christian 1.5.-31.10.1941; AMSgs, 3X50, autres cas:
Zeitungssausschnitte v. Nov. 1946 „Huit ans de travaux forcés à un médecin pro-nazi“, „Cour de
Justice: 8 Jahre Zwangsarbeit für Dr. Christian“, „Cour de Justice: Chambre criminelle: Sitzung
vom 26. November: Abrechnung mit dem Obersturmführer der Waffen-SS“. Das ARSF konnte
keine Auskunft zu Christian geben, Heeg-Engelhart an Verf. v. 2.10.2003.
'I4 Halber, „Tätigkeitsbericht“, 393: Die Stelle einer Bibliothekssekretärin wurde vom Herbst
1941 bis Ende 1942 von Dr. Hilde Vogt besetzt; Mitte 1943 kam als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter
der pensionierte Studienrat August Günther ans Institut. Seit dem 1.1.1941 arbeitete
die Dolmetscherin Binder, bis November 1941 Frau Schulda-Müller in der Lichtbildstelle, ab
Februar 1941 Leonie Losson als Schreibkraft, 1941-43 Ingeborg Pfannkuche als Stenotypistin
und Sekretärin, ab Oktober 1941 Jakob Schäfer und ab November Yvonne Schwartz als Übersetzerin;
ADM, 1W204, Mappe „Binder, Rosemarie“: CdZ-Sachgebiet Organisation und Personal
an Binder v. 21.2.1941; HMP, G/Besprechungsbelege, LI: Ramsauer an CdZ-Außenstelle
Metz v. 29.1.1941, Halber an Christmann v. 11.3.1942; StUBFfrn, N1. Halber, Mappe
„Studien/Schulze“: Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, Aufrechnung für Pfannkuche;
der Personalakt Pfannkuche von 1941 (TOA 7) im LASb, Best. Reichsstatthalter in der Westmark
(RST), wurde kassiert. Cf. Halber, „Tätigkeitsbericht“, 392.
315 AMMetz, 2Z9g: Riedle (Einsatzleiter für Lothringen des Reichsstudentenführer/Deutsche
Studentenschaft) an Schrod v. 4.5.1944; cf. ADM, 1W209: Studentenbetreuung in Lothringen,
Verzeichnis von lothringischen Studierenden der Geschichte, Erdkunde, Volkskunde, Deutsch
[ca. Ende August 1942].
316 HMP, G/Schriftverkehr 1944, LI: Halber an Christmann v. 4.3.1944, cf. Christmann an
Halber und Overbeck (LI) v. 5.2.1944.
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