Full text : Volk, Reich und Westgrenze

Seconde  Guerre  mondiale  von  überwiegend  in  den  Cahiers  lorrains  erschienenen
Artikeln.70  Anschaulich  ist  das  Buch  von  Bernard  Le  Marec  und  Gérard  Le  Marec
zur  Moselle  unter  der  faschistischen  Annexion.71
In  vorliegendem  Buch  wird  zum  ersten  Mal  die  Geschichte  der  wissenschaftlichen
Einrichtungen  und  Forschungen  des  Saarlandes,  der  Pfalz  und  der  annektierten
Moselle  der  Zwischenkriegszeit  und  im  Zweiten  Weltkrieg  umfassend  beschrieben
und  damit  ein  Beitrag  zur  Regionalgeschichte  nationalsozialistischer  Kulturpolitik
erbracht.
Quellenlage
Zur  SFG  geben  zwei  Bestände  Auskunft.  Im  Wiesbadener  Hauptstaatsarchiv  ist
der  umfangreiche  Nachlass  des  Schriftführers  der  SFG  Georg  Wilhelm  Sante
überliefert.  Die  SFG-Sitzungsprotokolle  sind  im  Landesarchiv  Saarbrücken  im
Bestand  Saarland-Museum  übermittelt.  Die  Quellenlage  zur  PGFW  und  zum
Saarpfälzischen  Institut  ist  ebenfalls  gut.  Die  Akten  der  PGFW  und  des  Saarpfälzischen/Westmark-Institutes
  lagern  im  Depot  des  Historischen  Museums  der  Pfalz
in  Speyer.72 *  Protokolle  der  Sitzungen  der  PGFW  und  des  Verwaltungsausschusses
des  Saarpfälzischen  Institutes  befinden  sich  im  Bestand  Kultusministerium  des
Bayerischen  Hauptstaatsarchivs  in  München  und  im  Landesarchiv  Speyer.  Nicht
auffindbar  waren  die  Niederschriften  der  wöchentlichen  Arbeitssitzungen  aus  dem
Saarpfälzischen  Institut.7'
Die  während  der  Annexion  der  Moselle  in  Metz  errichteten  deutschen  wissenschaftlichen
  Stellen,  das  Lothringische  Institut,  die  Mittelstelle  Westmark  und  das
Staatsarchiv,  beschreibt  der  Bestand  „Fonds  des  organismes  allemands  de
l’annexion  de  fait,  1940-1944“  der  Archives  départementales  de  la  Moselle  in
Saint-Julien-lès-Metz.  Allerdings  scheint  der  Aktengang  nur  in  Teilen  überliefert
zu  sein.  Namentlich  für  das  Lothringische  Institut  fehlt  die  offizielle  Korrespondenz,
  die  wenigstens  für  die  Kommunikation  mit  dem  Kaiserslauterer  Institut
durch  die  Gegenakte  im  Historischen  Museum  der  Pfalz  erschlossen  werden
konnte.  Negativ  bemerkbar  machte  sich  das  Fehlen  einer  Überlieferung  aus  den
Akten  der  staatlichen  und  parteiamtlichen  Verwaltungen  unter  Bürckel.  Es  gibt  so

70  Moselle  et  Mosellans  dans  la  Seconde  Guerre  mondiale,  dir.  F[rançois]-Yves  Le  Moigne
(Metz:  Serpenoise/SHAL,  1983).
71  Bernard  Le  Marec,  Gérard  Le  Marec,  Les  années  noires:  La  Moselle  annexée  par  Hitler:
Documents  et  témoignages  (Metz:  Serpenoise  [1990]).
~  Auf  Grund  organisatorischer  Probleme  im  Historischen  Museum  der  Pfalz  (HMP)  währte  es
annähernd  zwei  Jahre,  bis  mir  das  Museum  die  Genehmigung  zur  Einsicht  in  die  Akten  der
PGFW  erteilen  konnte;  nicht  umsonst  bemüht  sich  das  Landesarchiv  Speyer  seit  Jahren  um  die
Übernahme  der  Altregistratur  der  PGFW.  Ich  danke  Herrn  Dr.  Meinrad  Maria  Grewenig  für  die
freundliche  Genehmigung  und  dem  Leiter  des  HMP-Depots  Herrn  Dr.  Ludger  Tekampe  für
seine  aufmerksame  Hilfe  bei  der  Aktensuche.
HMP,  G/Briefwechsel  1936-37:  Denkschrift  über  die  verwaltungs-  und  geschäftsmässige
Grundlage  eines  Aufbaues  der  PGFW  und  des  Spl  v.  12.6.1937,  8.

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