Full text: Volk, Reich und Westgrenze

gemeinschaft (DFG) vor 1945 wurde sie kurz genannt.10 11 Da sie nicht zu den 
Volksdeutschen Forschungsgemeinschaften (VFG) gezählt werden kann, erhielt 
die SFG bei Michael Fahlbusch wenig Raum." Kurt Hoppstädter war weder die 
SFG eine namentliche Erwähnung wert, noch bezeichnenderweise die gesamte saar¬ 
ländische Wissenschaftsgeschichte zwischen 1935 und 1950.12 Die saarländische 
Archivgeschichte ist hingegen durch die Arbeiten von Wolfgang Läufer, Hans- 
Walter Herrmann und Hans-Christian Herrmann gut dokumentiert.13 
Die Gründung der PGFW ist bei Wolfgang Eger anhand einiger Quellenzitate 
beschrieben.14 Kurt Baumann fasste 1955 die Geschichte der PGFW und ihres 
Saarpfalzischen Instituts vor 1939 knapp zusammen. Obwohl er Kritik an der 
Verflechtung von pfälzischer Wissenschaft und Politik übte, wagte er sich nicht 
an die pfälzische Deutschtumswissenschaft im Zweiten Weltkrieg.1'' Ebenfalls zu 
kurz kam die Kriegsperiode in der ausgezeichneten Studie von Celia Applegate, 
die die Gleichschaltung der PGFW und einige Aktivitäten des Saarpfälzischen 
Instituts unter dem Aspekt der deutschen Heimatidee behandelte und den Zusam¬ 
menhang von Politik, Kulturarbeit und Wissenschaften in der Pfalz erhellte.16 
Einzelne wissenschaftliche Arbeiten aus dem Bereich der PGFW wurden rekon¬ 
struiert, wie in den 1950-er Jahren die Publikationsgeschichte der Pfälzer Lebens¬ 
bilder von Rudolf Schreiber.17 
10 Notker Hammerste in, Die Deutsche Forschungsgemeinschaft in der Weimarer Republik und im 
Dritten Reich: Wissenschaftspolitik in Republik und Diktatur 1920-1945 (München: Beck, 1999), 87. 
11 Michael Fahlbusch, Wissenschaft im Dienst der nationalsozialistischen Politik? Die „ Volksdeut¬ 
schen Forschungsgemeinschaften“ von 1931-1945 (Baden-Baden: Nomos, 1999), 430, 433-38. 
12 Kurt Hoppstädter, „Saarländische Geschichtsforschung und Geschichtsschreibung“, Ge¬ 
schichtliche Landeskunde des Saarlandes: Vom Faustkeil zum Förderturm, Hg. id., Hans- 
Walter Herrmann (Saarbrücken: Minerva, 1960), 1: 19-26, hier 24-26. 
13 Hans-Walter Herrmann, „Speyer - Saarbrücken: Gutnachbarliche Beziehungen und gemein¬ 
same Interessen zweier Landesarchive“, Das Landesarchiv Speyer: Festschrift zur Übergabe des 
Neubaues, Hg. Karl Heinz Debus, Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland- 
Pfalz, 40 (Koblenz: LA-Verw., 1987), 228-33; W[olfgang] Läufer, Das Landesarchiv Saar¬ 
brücken: Einführung in Geschichte, Aufgaben, Bestände und Benutzung, Mitwirk. Hans-Walter 
Herrmann, Hg. Chef der Staatskanzlei des Saarlandes, 2., erw. Aufl. (Saarbrücken: LA-Verw., 
1983); Hans-Christian Herrmann, „Grundzüge der saarländischen Archivgeschichte: Archive 
im Kontext fehlender Verwaltungstradition und eines sich bildenden historischen Raumes“, 
Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte, 22 (1996), 213-32. 
14 Wolfgang Eger, „Quellen zur Entstehungsgeschichte der Pfälzischen Gesellschaft zur Förde¬ 
rung der Wissenschaften“, 70 Jahre Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften 
1925-1995, Red. id. (Speyer: PGFW, 1995), 19-23. 
15 Kurt Baumann, „30 Jahre Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften“, 70 
Jahre Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften 1925-1995, Red. Wolfgang Eger 
(Speyer: PGFW, 1995), 11-18; Erstabdruck in der Pfälzer Heimat, 6 (1955), 81-88. 
16 Celia Applegate, A Nation of Provinciais: The German Idea of Heimat (Berkeley, CA: U of Ca¬ 
lifornia P, 1990), 197-227. Für den Hinweis auf Applegate danke ich Akiyoshi Nishiyama (Tokio). 
17 Rudolf Schreiber, „Der Werdegang der ,Pfälzer Lebensbilder1: Ein Beitrag zur Geschichte 
der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften“, Pfälzer Heimat, 4 (1953), 78-84. 
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