Der sukzessive Rückzug der Öffentlichen Hand setzte sich zur Jahrtausendwende
fort. Verfügten Rheinland-Pfalz (17,07 %) und das Saarland
(7,93 %) sowie die kommunalen Aktionäre 1995 immerhin noch über
etwa 48 Prozent des Stammkapitals der SFG, stiegen die beiden Bundesländer
im )ahre 2000 aus dem Unternehmen aus. Gleichwohl blieben
sie aber weiterhin im Aufsichtsrat vertreten. Das Saarland ließ den
Erlös aus der Veräußerung in einen Sonderfonds einfließen, der zur Finanzierung
regionaler, strukturverbessernder Maßnahmen dienen sollte.
Auch zeigte die CDU-Landesregierung kein Interesse mehr an einer
energiepolitischen Einflussnahme auf die SFG. Die Anteile der beiden
Bundesländer übernahm die zwischenzeitlich gegründete RAG Saarberg
AG, die sich gegen ein kommunales Bieterkonsorüum um die
Stadtwerke Trier durchsetzte. Die RAG Saarberg AG hielt damit 50,1
Prozent an der SFG. Die RAG versprach sich von ihrem Engagement
eine ideale Ergänzung ihrer Energieaktivitäten, die neben der Gasdistribution,
die Mineralöldistribution und die Stromerzeugung umfassen.
Gemeinsam mit der Erdgastochter wollte RAG über diesen Weg neue
Marktanteile erschließen. Auch dürften die Rendite der SFG den weiteren
Einstieg der RAG erleichtert haben. Immerhin zahlte das Unternehmen
beispielsweise für das Geschäftsjahr 2000 32 Prozent Dividende
aus.96
Frankfurter Allgemeine Ztg. vom 22.5.2000: Saarberg Mehrheitseigner bei Saar
Ferngas; Saarbrücker Ztg. vom 22.5.2000: Saarberg hat bei Saar Ferngas das Sagen;
Saarbrücker Ztg. vom 24./25.6.2000: Saar Ferngas fit für den Wettbewerb; Wochenspiegel
vom 13.7.2000: Land verkauft Saar-Ferngas-Anteile an die Saarberg AG
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