Mögliche Interessenkollisionen zwischen dem Erdgaslieferanten und
den Kokereigaserzeugern traten vor allem deshalb nicht auf, weil es der
SPG gelang, den Gasabsatz ausweiten, das Unternehmen finanziell zu
konsolidieren und die Öffentliche Hand über Dividendenzahlungen
einzubinden. Konnte die SFG vor allem im Zuge der zweiten Erdölkrise
und der damit verbundenen Preiserhöhung beim Mineralöl bis
1979 hohe Zuwachsraten verzeichnen, führten der Konjunktureinbruch
Anfang der 80er Jahre sowie extreme Preissteigerungen auch beim
Erdgas zu einem vorübergehenden Nachfragerückgang.94 Auch zögerte
die SFG mit dem Neuanschluss weiterer industrieller Großabnehmer.
Industriekunden müssten notfalls auf andere Energieträger ausweichen.95
1995 zeigte die Eigentümerstruktur der SFG gegenüber 1976 noch
kaum Veränderungen. Die Bayerische Landesbank sowie die Ruhrgas
Energie Beteiligungs AG hatten die Anteile der Hütten übernommen,
damit verfügte Ruhrgas über einen Anteil von 20 Prozent am Stammkapital
der SFG.
Verteilung des Aktienkapitals (gerundet) der SFG zum 4. Juli 1995
Ruhrgas
Energie
Beteiligungs AG
20%
Rheinland-Pfalz
17%
Saarland
8%
Bayerische
Landesbank
6%
Saarbergwerke AG
26%
pfälzische
kommunale
Beteiligungen
3%
saarld. kommunale
Beteiligungen
20%
94 Saarbrücker Ztg. vom 29.6.1979: Konsolidierung geschafft; Frankfurter Allgemeine
Ztg. vom 21./22.6.1980: Erdgas verliert seinen Preisvorteil; Saarbrücker Ztg. vom
21./22.6.1980: Stürmische Gas-Nachfrage; Saarbrücker Ztg. vom 17./18.6.1981:
Schnellere Preisanpassung
95 Die Rheinpfalz: Gasmengen für die Industrie sind begrenzt
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