Erdgasaufkommen der Bundesrepublik im Jahre 2003
Deutschland
18%
Norwegen
26%
Mit der Wachstumsentwicklung im Erdgassektor stellt sich auch die
Frage der Erdgasbeschaffung neu. Bislang stammt das Erdgas überwiegend
aus Russland (32 %), Norwegen (26 %) und aus den Niederlanden
(17 %). 18 Prozent steuern inländische Erdgasproduzenten bei.87 Obwohl
die Bundesrepublik über die Importe britischen Erdgases ihre Bezugsquellen
in den letzten Jahren diversifizieren konnte, zweifeln Kritiker
an der Zukunftsfahigkeit der Beschaffung. Die britischen Erdgasvorkommen
gelten bereits in wenigen fahren als ausgeschöpft; die Niederlande
ziehen sich als Exporteur allmählich vom Markt zurück, um
die Reserven für den Eigenverbrauch zu schonen. Die deutschen Erdgasvorkommen
gehen ohnehin langsam zur Neige. Damit erhöht sich
die Importabhängigkeit von heute gut 80 auf 90 Prozent. Dies kann
nach jetzigem Stand nur aus Russland kommen. Verstärkt wird dieser
Angebotsengpass durch die Entwicklung in den anderen Ländern der
EU. Bis 2020 sollen 30 bis 50 Prozent der in der EU produzierten
Elektrizität aus Gaskraftwerken stammen. Der Erdgasanteil am gesamten
Primärenergieaufkommen in Westeuropa soll bis 2010 von 19 auf
25 Prozent wachsen, was einer Verbrauchserhöhung von 387 auf 580
87 Wittke (2004), S. 80
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