Full text : 75 Jahre Saar Ferngas AG

Neben  dem  spezifischen  Rückgang  der  Gaserlöse  infolge  der  starken
Konkurrenz  des  Heizöls  schlug  sich  auch  der  ungünstige  Frankenkurs
nieder,  da  die  SFG  nach  wie  vor  bis  zu  20  Prozent  ihrer  Gasabgabe
nach  Frankreich  lieferte.  Zudem  machte  sich  bemerkbar,  dass  vor  allem
Industriekunden  wie  die  BASF  die  Bezugskontingente  kürzten  und
teilweise  zur  Erdgasversorgung  übergingen.
Anstatt  aber  das  veränderte  Verbraucherverhalten  gerade  der  Industrie
zum  Anlass  zu  nehmen,  die  Gasbeschaffung  zu  überdenken  und  mittelfristig
  zu  diversifizieren,  zeigte  die  Erzeugergruppe  innerhalb  der  SFG
bis  Ende  der  60er-Jahre  keinerlei  Interesse,  die  Gasbezüge  neuzugestalten.
  Während  in  anderen  Regionen  Deutschlands  zahlreiche
Großstädte  und  Industriebetriebe  ihre  Energieversorgung  auf  Erdgas
umstellten,  und  auch  die  Ferngasgesellschaften  Verträge  zunächst  mit
inländischen  Erdgasproduzenten,  ab  1965  auch  mit  niederländischen
Erdgaslieferanten  abschlossen,  verschlief  das  saarländische  Ferngasunternehmen
  die  Umstellung.  Die  Inbetriebnahme  einer  neuen  Kokerei

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