gelhafte Auslastung der Betriebseinrichtungen mit dem hohen Fixkostenanteil
für Instandhaltung, Abschreibungen und Löhnen gaben den
Ausschlag, dass die Erträge der SFG weit hinter den Aufwendungen
zurückblieben. Zu dem bis zum 31. März 1945 aufgelaufenen Verlust
von über 800.000 RM kamen im darauf folgenden Geschäftsjahr
1945/46 fast 1,4 Mio. RM und 1946 (neun Monate) über 500.000 RM
hinzu. Bis zum 31. Dezember 1946 erhöhte sich damit der Gesamtverlust
auf über 2,7 Mio. RM. In einem Bericht kamen Wirtschaftsprüfer
zu dem Schluss, "daß ohne die Zuführung erheblicher neuer Betriebsmittel eine
wirkliche Gesundung der SFG schwer vorstellbar A/".360
Trotz fehlender Rentabilität konnte die SFG ihren Gasabsatz in den
Nachkriegsjahren erheblich ausbauen. Im Gegensatz zu Westdeutschland
erholte sich der Gasabsatz schnell: schon 1947 erreichte der Jahresabsatz
in etwa das Niveau des Jahres 1941, im darauf folgenden fahr
erzielte die SFG mit 279 Mio. Kubikmeter Gasabsatz ihren bisherigen
Höchststand:361
versorgt werden, eine weitere Verbindungsleitung entstand zum Jahresende 1945 über
die Daarier Brücke. Das Gas stammte von der Kokerei Aitenwald. Bis Februar 1946
konnten etwa 50 Kilometer Leitungsnetz in Betrieb genommen werden, womit ca.
6.000 Haushalte mit Gas beliefert werden konnten; hierzu: Neue Saarbrücker Ztg.
vom 24.10.1945: Erste Wiederaufbaubilanz für Saarbrücken; Neue Saarbrücker Ztg.
vom 26.2.1946: Die Energie- und Wasserversorgung der Stadt Saarbrücken; Saarbrücker
Ztg. vom 15.11.1947: Saarbrücker Stadtwerke trotzen allen Schwierigkeiten;
Saarbrücker Ztg. vom 15.1.1953: Gaskessel in der Heuduckstraße verschwindet; Saarbrücker
Ztg. vom 9.9.1955: Saarbrücken im Wiederaufbau (VII): Strom-, Gas- und
Wasserversorgung - Bäder
360 A Stadtverband Sbr. 8 1 3/03 Bd. 5: Prüfungsbericht für Geschäftsjahr 1945/46
361 A Stadtverband Sbr. 8 1 3/04: Entwicklung des Gasumsatzes des SFG
377