Full text : 75 Jahre Saar Ferngas AG

dene  technische  Innovationen  die  Kokereien  jedoch  in  die  Lage  versetzten,
  Kokereigas  an  umliegende  Ortschaften  abzugeben.  Vor  allem
der  zweite  Abschnitt  soll  deutlich  machen,  aus  welchen  technischen,
wirtschaftlichen  und  städtebaulichen  Gründen  eine  Reihe  von  Städten
und  Gemeinden  ihre  Zustimmung  gaben,  die  Eigenerzeugung  aufzugeben
  und  zur  Kokereigasversorgung  überzugehen.  Parallel  dazu  gewinnt
  innerhalb  der  Gaswirtschaft  das  Konzept  an  Bedeutung,  mehrere
benachbarte  Ortschaften  von  einer  Zentrale  aus  zu  versorgen.  Auch
hier  ist  in  einem  eigenen  Abschnitt  zu  fragen,  welche  ökonomischen
Vorteile  solche  Modelle  beinhalteten  und  welche  Zugeständnisse  die
Kommunen  bei  Abschluss  eines  Liefervertrages  eingingen.
In  der  Saarregion  besaß  die  Gasanstalt-Betriebsgesellschaft  die  dominierende
  Rolle  im  Zuge  der  Ausweitung  der  Gruppengasversorgung
und  als  Handelsgesellschaft  zwischen  Hüttenkokereien  und  Kommunen.
  Der  folgende  Abschnitt  fragt  deshalb  nach  den  Vertragsbedingungen,
  der  betrieblichen  Praxis  und  den  Erfahrungswerten,  die  die  in  Frage
  kommenden  Gemeinden  mit  dem  Privatunternehmen  machten.
Mit  der  Ferngasversorgung  erreicht  die  Gaswirtschaft  eine  neue  Stufe.
Das  fünfte  Kapitel  beleuchtet  die  Voraussetzungen  der  Ferngasversorgung,
  die  konvergierenden  privaten  und  öffentlichen  Vorstellungen  und
stellt  die  Umsetzung  der  Ferngaspläne  in  Deutschland  dar.  Wiederum
im  Kontrast  hierzu  soll  in  einem  eigenen  Abschnitt  der  Konstituierungsprozess
  der  saarländischen  Ferngasgesellschaft  beschrieben  werden:
  einerseits  Reaktion  auf  die  Entwicklung  in  Westdeutschland,  andererseits
  das  Ergebnis  der  Versorgungsstrukturen  und  der  politischen
Verhältnisse  an  der  Saar.  Nach  langen  Verhandlungen  kam  es  mit  den
westdeutschen  Ferngasunternehmen  zu  Demarkationsverträgen,  die
auch  die  Pfalz  betrafen.  Ein  weiterer  Abschnitt  hat  den  Ferngasanschluss
  der  Pfalz  zum  Inhalt.  Anhand  der  Darstellung  der  Gasversorgung
  der  Pfalz  sollen  die  Hintergründe  beleuchtet  werden,  die  zum
Ferngasanschluss  der  Pfalz  führten.  Die  besonderen  Bedingungen  der
nationalsozialistischen  Energiepolitik  sind  wie  die  Nachkriegsentwicklung
  mit  ihren  außergewöhnlichen  energiewirtschaftlichen  Rahmenbedingungen
  jeweils  einen  eigenen  Abschnitt  wert.  Infolge  der  Internationalisierung
  der  Gaswirtschaft  ändern  sich  die  Versorgungsstrukturen
grundlegend.  Wiederum  sollen  im  abschließenden  Kapitel  die  internationalen,
  nationalen  und  regionalen  Entwicklungen  bis  zum  Sommer
2004  dargestellt  werden.

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