dene technische Innovationen die Kokereien jedoch in die Lage versetzten,
Kokereigas an umliegende Ortschaften abzugeben. Vor allem
der zweite Abschnitt soll deutlich machen, aus welchen technischen,
wirtschaftlichen und städtebaulichen Gründen eine Reihe von Städten
und Gemeinden ihre Zustimmung gaben, die Eigenerzeugung aufzugeben
und zur Kokereigasversorgung überzugehen. Parallel dazu gewinnt
innerhalb der Gaswirtschaft das Konzept an Bedeutung, mehrere
benachbarte Ortschaften von einer Zentrale aus zu versorgen. Auch
hier ist in einem eigenen Abschnitt zu fragen, welche ökonomischen
Vorteile solche Modelle beinhalteten und welche Zugeständnisse die
Kommunen bei Abschluss eines Liefervertrages eingingen.
In der Saarregion besaß die Gasanstalt-Betriebsgesellschaft die dominierende
Rolle im Zuge der Ausweitung der Gruppengasversorgung
und als Handelsgesellschaft zwischen Hüttenkokereien und Kommunen.
Der folgende Abschnitt fragt deshalb nach den Vertragsbedingungen,
der betrieblichen Praxis und den Erfahrungswerten, die die in Frage
kommenden Gemeinden mit dem Privatunternehmen machten.
Mit der Ferngasversorgung erreicht die Gaswirtschaft eine neue Stufe.
Das fünfte Kapitel beleuchtet die Voraussetzungen der Ferngasversorgung,
die konvergierenden privaten und öffentlichen Vorstellungen und
stellt die Umsetzung der Ferngaspläne in Deutschland dar. Wiederum
im Kontrast hierzu soll in einem eigenen Abschnitt der Konstituierungsprozess
der saarländischen Ferngasgesellschaft beschrieben werden:
einerseits Reaktion auf die Entwicklung in Westdeutschland, andererseits
das Ergebnis der Versorgungsstrukturen und der politischen
Verhältnisse an der Saar. Nach langen Verhandlungen kam es mit den
westdeutschen Ferngasunternehmen zu Demarkationsverträgen, die
auch die Pfalz betrafen. Ein weiterer Abschnitt hat den Ferngasanschluss
der Pfalz zum Inhalt. Anhand der Darstellung der Gasversorgung
der Pfalz sollen die Hintergründe beleuchtet werden, die zum
Ferngasanschluss der Pfalz führten. Die besonderen Bedingungen der
nationalsozialistischen Energiepolitik sind wie die Nachkriegsentwicklung
mit ihren außergewöhnlichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen
jeweils einen eigenen Abschnitt wert. Infolge der Internationalisierung
der Gaswirtschaft ändern sich die Versorgungsstrukturen
grundlegend. Wiederum sollen im abschließenden Kapitel die internationalen,
nationalen und regionalen Entwicklungen bis zum Sommer
2004 dargestellt werden.
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