Full text : 75 Jahre Saar Ferngas AG

für  die  Gründung  eines  kommunalen  Zweckverbandes  aus.206  Diese
Anregung  aufgreifend,  um  die  Interessen  zu  bündeln  und  sich  sämtliche
Optionen  sowohl  in  Richtung  Gruppengasversorgung,  als  auch  in
Richtung  Ferngasversorgung  offen  zu  halten,  erklärten  sich  alle
kommunalen  Vertreter  mit  der  Gründung  einer  eigenständigen  Gesellschaft
  für  die  Pfalz  bereit.207  Zu  diesem  Zweck  schlossen  sich  nach
längeren  Verhandlungen  am  21.  Mai  1928  sämtliche  in  Frage  kommenden
  kreisunmittelbaren  Städte  und  der  Kreis  Pfalz  als  Vertreter  der
Landgemeinden  zur  Pfälzischen  Gas  AG  (PGAG)  mit  Sitz  in  Ludwigshafen
  zusammen.208  Da  das  Unternehmen  als  reine  Studiengesellschaft
angedacht  war,  beschränkte  sich  das  Stammkapital  anfangs  auf  50.000
Mark.209

Verteilung  der  Aktienkapitals  der  PGAG  zum
21.  Mai  1928

Zweibrücken
Pirmasens  3%
4%

Frankenthal
3%

Ludwigshafen
27%

Kreis  Pfalz
45%

Homburg
3%
Kaiserslautem
6%
Speyer  3%
Landau  3%
3%

206  Vgl.  Schleyer  (1934),  S.  40  ff.
2^* 2  Pfälzischer  Merkur  vom  21.2.1928:  Pfälzische  Ferngasversorgung
2(-^  Zum  Diskussionsprozess  in  den  Kommunen  vgl.  stellvertretend  den  Fäll  Kaiserslautern:
  LA  Speyer  H  3/7706  I:  Protokoll  der  nichtöffentlichen  Sitzung  des  Stadtrates
vom  15.3.1928;  vgl.  auch  Tholl  (1979),  S.  26;  Rothenberger  (1995),  S.  47  und  49  f.
2^9  Das  Grundkapital  war  wie  folgt  verteilt:  Kreis  Pfalz:  21.500  Mark,  Ludwigshafen
13.000  Mark,  Kaiserslautern  3.000  Mark,  Pirmasens  2.000  Mark  und  Frankenthal,
Speyer,  Neustadt,  Landau,  Zweibrücken,  Homburg,  St.  Ingbert  jeweils  1.500  Mark.

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