nachzeichnen lasst. Leider brechen die Aufzeichnungen in dem Moment
ab, als sich mit der Ruhrgas AG ein überregionaler Versorger daran
macht, eine Beteiligung bei der Saar Ferngas AG einzugehen. Diese
Lücke konnte auch nicht durch entsprechende Protokolle aus den Archiven
der Saar Ferngas AG geschlossen werden.
Insofern ergab sich die Notwendigkeit, wie auch für die Gründungsphase
und der NS-Zeit auf Zeitungs- und Zeitschriftenartikel zurückzugreifen,
die entgegen den Erwartungen manch überraschende Information
hergaben und sich deshalb als unverzichtbare Informationsquellen
erwiesen. Auch für die Anfangs]ahre der lokalen Gasversorgung
stellten sich die Lokalzeitungen als sehr brauchbar heraus, gerade wenn
die Aktenbestände nicht mehr vollständig Vorlagen oder wenn es
manch gut unterrichtetem Journalisten gelang, die eine oder andere
wichtige Information an die Öffentlichkeit zu bringen. Die Fachzeitschriften
wie das "Journal für Gasbeleuchtung" und ihr Nachfolger, das
"Gas- und Wasserfach" setzten und setzen ihren Schwerpunkt dagegen
stärker auf statistische Angaben, technische Neuerungen und Fragen
der Betriebswirtschaft. Politische Kontroversen innerhalb der Kommunen
und zwischen den Versorgungsunternehmen bleiben innerhalb eines
Verbands journals naturgemäß ausgeklammert.
Die Literatursicht konzentrierte sich auf drei Teilbereiche. Zunächst
vollzieht sich ein - auf den ersten Blick exotisches - Thema wie die
Gasversorgung immer vor dem Flintergrund der allgemeinen politischen,
wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Es ist deshalb unabdingbar,
auch den allgemeinen wirtschafts-, sozial- und kulturgeschichtlichen
Forschungsstand im Rahmen einer solchen Untersuchung zu berücksichtigen.
Die zeitgenössische Literatur zum eigentlichen Themenbereich
sowohl aus dem 19. Jahrhundert, aus der Zeit nach der Wende
zum 20. Jahrhundert und aus den 20er und 30er-Jahren zeichnet sich
zwar häufig durch eine ingenieurwissenschaftliche oder betriebswirtschaftliche
Perspektive aus, bietet aber eine Grundlage, auch volkswirtschaftliche
und politische Entscheidungsprozesse, die im Mittelpunkt
der Arbeit stehen, zu begründen. Ähnliches gilt tür die zahlreichen Aufsätze
in den diversen Fachzeitschriften. Im Hinblick auf den regionalen
Untersuchungsgegenstand wurde die vorliegende Saarliteratur ausgewertet.
Relevante Ergebnisse beschränken sich bislang jedoch auf einzelne
Teilaspekte. Hinweise enthielten auch Ortschroniken, Fleimatbücher
und Jubiläumsschriften der Versorgungsunternehmen. In wenigen,
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