Bremen im Rahmen eines Betriebsführungsvertrages nicht aus der Welt
schaffen konnte. Verschiedene Maßnahmen wie die Erhöhung der
Gaspreise und der Gasmessermiete sowie die Verlegung von Hausanschlüssen
auf Kosten der Verbraucher brachten keinen Durchbruch.153
1930 lief ein erneutes Defizit in Höhe von 52.000 Frs. auf, darüber hinaus
lag der Substanzverlust beim Anlagevermögen bei ca. 100.000 Frs.
Die Verwaltung nahm sich infolgedessen verschiedene Maßnahmen
vor, der Misere zu begegnen: Sie legte den Blickwinkel u.a. darauf, die
Gasverluste von 25 auf zwölf Prozent zu reduzieren, ein Mindestverbrauch
von 48 Kubikmeter im Jahr für jeden Verbraucher festzuschreiben
und durch Herabsetzung der Gaspreise eine Absatzsteigerung
zu erzielen. Neben der Beschaffung von Gasherden, Gasbacköfen und
Gasbadeöfen, die das Gaswerk über Ratenkauf vertreiben wollte, wollte
der Betrieb zusätzliche Konsumenten entlang der bestehenden Leitungen
gewinnen. Die Geräte beschaffte die Verwaltung über die einheimischen
Geschäfte. Schließlich erhielten alle Verbraucher, die gegenüber
1930 einen Mehrverbrauch aufweisen konnten, das zusätzlich
verbrauchte Gas für einen Sonderpreis von 80 Cts. pro Kubikmeter.154
Aber auch dieses Maßnahmepaket brachte nur einen eingeschränkten
Erfolg. Bis Januar 1931 gingen gerade 18 Anträge zur Anschaffung von
Gasbacköfen, fünf für Gasbadeöfen und sechs für Gasherde beim
Bürgermeisteramt ein.155 Im Oktober 1931 stellte die Verwaltung in
Person des Rentmeisters Engel das Gaswerk zur Disposition: "Schließlich
betont Rentmeister Engel erneut die drohende Schließung des Betriebes eigener Gaserzeugung
beim Gaswerk, da ein Verlust von 50 000 Fr. alljährlich zu verzeichnen
und mit einer geordneten gemeindlichen Finanzpdrtschaft unmöglich in Einklang zu
bringen sei".156 Das "heiße Eisen" weiterer Preiserhöhungen traute sich
die Gemeindeverwaltung nicht anzupacken, zugleich bereiteten ihr die
Reparaturbedürftigkeit und die technische Sicherheit der Anlage
Sorge.15, Die Verwaltung erwog deshalb, die Eigenerzeugung endgültig
einzustellen und zum Fremdbezug überzugehen. Mit dem Gaswerk
Neunkirchen nahm sie Kontakt auf.
Da sich die Gemeinnützige Gasversorgungs-Gesellschaft (GGG) in den
Bezirken Homburg und St. Ingbert die Wegerechte gesichert hatte, an
ihr vorbei keine Entscheidung durchsetzbar war, wollte sie sich selbst
ein Bild über die Verhältnisse im östlichen Saargebiet verschaffen und
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Stadt Bexbach: Gemeinderatssitzung vom 1.10.1930
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Stadt Bexbach: Gemeinderatssitzung vom 22.8.1930
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Stadt Bexbach: Gemeinderatssitzung vom 16. 1.1931
Stadt Bexbach: Gemeinderatssitzung vom 7.10.1931
15" Saarbrücker Industrie- und Handelszweig, vom 6.1.1933: Die Ferngasversorgung
Neunkirchen-Mittelbexbach
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