Höhe von 0,2 Pfg. sowie ein Beitrag, der sich an einer Kohlenklausel
orientierte. Danach kam Köln 1929 auf einen Gasbezugspreis von 3,39
Pfg., Konzerngas lieferte die Ruhrgas unter Umgehung der Kommunen,
die Preisklauseln für Industriegas sollten ab einer Jahresmenge von
125.000 Kubikmeter greifen.
Zusammenfassend liest sich die Entwicklung der RAG als Erfolgsgeschichte.
Ende 1930 lieferten 23 Zechenkokereien - gegenüber 15 im
jahre 1929 - über die fünf wichtigsten Hochdruckleitungen Kokereigas
in alle Himmelsrichtungen. Über die Ostleitung mit einer Länge von
182 Kilometern versorgte sie nicht nur Hannover und Umland, sondern
auch WFG und VGW als Weiterverteiler. Die Südleitung in
Richtung Siegen (123 km) diente vor allem der Belieferung der in Südwestfalen
ansässigen Eisenindustrie, der Konzernwerke der RAG sowie
mehrerer an der Leitung liegender Städte. Die Westleitung (63 km)
führte von Essen über Oberhausen, Duisburg, Düsseldorf und Leverkusen
nach Köln. Im Nordwesten des Reviers ging schließlich eine
weitere Leitung von Moers in Richtung Krefeld. Hinzu kamen zahlreiche
Quer- und Verbundleitungen, um die Sicherheit der Belieferung zu
erhöhen und eventuelle Lieferausfälle auszugleichen. Insgesamt betrug
die Ausdehnung des Leitungsnetzes der RAG über 800 Kilometer - gegenüber
329 Kilometer 1928.7”
Gasabsatz und Leitungsnetz der RAG
Hierzu 10 Jahre Ruhrgas; 25 Jahre Ruhrgas (1951), S. 50 f.
268