Full text : 75 Jahre Saar Ferngas AG

Röchlingsche  Eisen-  und  Stahlwerke

Nachdem  die  GBG  schon  1925  mit  der  Hütte  einen  Kooperationsvertrag
  abgeschlossen  hatte,  reichten  die  vereinbarten  Gasmengen  von  2,5
Mio.  Kubikmeter  jährlich  schon  wenige  Jahre  später  nicht  mehr  aus.  Da
die  GBG  zudem  seit  Ende  1929  das  Röhrenwerk  Bous  belieferte  und
den  Spitzenbedarf  des  Gaswerks  Bous  mit  Kokereigas  abdecken
musste,  schlossen  beide  Parteien  am  2.  Dezember  1929  einen  Zusatzvertrag
  ab.  Die  Hütte  verpflichtete  sich,  zunächst  3,75  Mio.  Kubikmeter
abzugeben,  sollte  die  GBG  nach  zwei  Jahren  die  Lieferanforderungen
erhöhen,  sollte  die  Menge  auf  sechs  Mio.  Kubikmeter  steigen.211  Diese
Lieferverpflichtungen  konnten  die  Röchling-Werke  erst  erfüllen,  nachdem
  sie  einen  großen  Gasometer  mit  60.000  Kubikmeter  zur  Speicherung
  des  Sonntagsgases  errichteten.  Das  Gas,  das  die  Hütte  bis  dahin
abfackelte,  konnte  so  an  den  sieben  Tagen  der  Woche  gleichmäßig  an
die  Verbraucher  abgegeben  werden.212
1929  unterstanden  der  GBG  insgesamt  neun  Versorgungsgebiete,  die
allesamt  mit  Kokereigas  versorgt  wurden.

Versorgungsgebiet

Jahreskonsum

Bous

3.397.688

Völklingen

3.055.111

Gersweiler

347.633

Püttlingen

405.262

Sulzbach

1.185.690

Friedrichsthal

110.000

Saargemünd

1.596.374

Brebach

396.000

Summe

10.483.758

211  A  Stadtverband  Sbr.  G-S/2:  Vertrag  vom  2.12.1929
212  A  Stadtverband  Sbr.  G-S/6:  Bericht  über  die  Errichtung  des  Gasbehälters  in  Völklingen


212
            
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