Full text : 75 Jahre Saar Ferngas AG

schickt  vorging  und  sich  vor  Vertragsabschluss  genaustens  über  die  jeweiligen
  Einkommens-  und  Vermögensverhältnisse  der  Betriebe  informierte,
  konnte  sie  mit  ihren  Angeboten  die  in  den  Vorjahren  erzielten
  Überschüsse  der  Gemeinden  leicht  überbieten.  So  lag  beispielsweise
  beim  Sulzbacher  Gaswerk  der  Gewinn  1909  bei  46.000  Mark,  sodass
  die  GBG  55  000  Mark  Pacht  anbot.  Dudweiler,  das  vor  der  Verpachtung
  keinerlei  Überschüsse  aus  dem  Gaswerk  erzielen  konnte,  erhielt
  nun  55.000  Mark  pro  Jahr,  wobei  nach  Abzug  des  Betrages  für
Zinsen  und  Tilgung  ein  Reingewinn  von  33.000  Mark  verblieb.  Zudem,
so  der  Dudweiler  Bürgermeister  in  einem  Empfehlungsschreiben  an
seinen  Kollegen  in  Oberursei,  "(kann)  mit  diesem  festen  Etat  (...)  im  Gemeindeetat
  alljährlich  gerechnet  werden.  Außerdem  wurden  im  Vertrage  verschiedene
Vergünstigungen  für  die  Gemeinde,  die  Kirchen,  Schulen  und  öffentlichen
Wohltätigkeits-Anstalten  festgelegt".119
Zwischen  April  1911  und  April  1914  schloss  die  GBG  in  der  Saarregion
insgesamt  sechs  Pachtverträge  ab.  Während  es  sich  im  Falle  der
Gaswerke  in  Dudweiler,  Völklingen  und  Illingen  eigentlich  um  Betriebsführungsverträge
  handelte,  zielte  der  Abschluss  mit  Fraulautern
und  Saarlouis  von  vorneherein  darauf,  die  lokalen  Gaswerke  stillzulegen.
  Faktisch  entsprachen  die  Abkommen  von  daher  eher  Konzessionsverträgen.


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Bezvwerw.  Dudweiler  A:  Bürgermeister  an  Magistrat  Oberursel  vom  26.6.1913

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