triebskosten auch in anderen Großstädten keineswegs in einem direkten
Verhältnis zueinander standen:
Stadt
Erzeugungsmenge
Reine Betriebskosten
(in Kubikmeter)
(P fg. / Kubikmeter)
St. johann
3.544.000
8,49
Saarstädte
7.000.000
8,60
Bonn
6.977.000
8,73
Kassel
7.670.000
8,68
Krefeld
3.550.000
9,80
Barmen
15.218.210
8,72
Elberfeld
17.500.000
8,88
Düsseldorf
25.588.000
7,93
Höhere Erzeugungsmengen zogen nicht automatisch niedrigere Betriebskosten
nach sich. Gerade nach Abzug der Kosten für den Kohlentransport
wiesen die Herstellungskosten nur noch eine geringe
Spannbreite auf. Erst bei einer Größenordnung von 26 Mio. Kubikmeter
traten wie im Fall Düsseldorf nennenswerte Mengeneffekte auf.
Tormin kam deshalb zu der Schlussfolgerung; "I ron Wesenheit ist erst der
auf die Produktionseinheit entfallende Anteil an Verzinsung und Amortisation des
Anlagekapitals und dieser Anteil wird gang verschieden sein, je nachdem das Werk
groß, mittel oder klein angelegt ist, je nachdem ob es gang neu, in der Mitte seiner
Leistungsfähigkeit oder an der Erschöpfungsgrenge steht".116
Im Falle der Gaswerke der drei Saarstädte bedeutete dies, dass der
Neubau eines Zentralgaswerkes die Gaspreise aufgrund der hohen
Amordsationskosten keineswegs verbilligt hätte. Für einen Neubau
sprach allerdings, dass alle drei Betriebe allmählich ihre Kapazitätsgrenze
erreichten. Das Gaswerk Saarbrücken, ursprünglich auf eine Jahresproduküon
von 1,7 Mio. Kubikmeter ausgelegt, war zwar zuletzt
1902 und 1904 durch den Umbau eines Gasometers und einer zusätzlichen
Ofenanlage erweitert worden, doch sdeg die jährliche Gasabgabe
bereits bis 1905 mit steigender Tendenz auf zwei Mio. Kubikmeter
an.11 Ähnliches galt für die beiden anderen Gaswerke.118
Tormin (1906 a)
117JfG, 45. Jg. (1902), Nr. 30, S. 555 f.
11 ^ Tormin (1906 a)
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