gang seiner Ausarbeitung von anderen internationalen Verhandlungen der Zeit
grundsätzlich unterscheidet. Neben der Bereinigung eines Konfliktfelds internationaler
Politik ordneten die Verhandlungen nämlich eine Vielzahl an Fragen regionaler
Bedeutung neu. Insbesondere war die Auflösung der saarländisch-französischen
Zoll- und Währungsunion vorzunehmen. Dies betraf ein breites Spektrum von zollund
handelspolitischen Bereichen,16 17 aber auch eine Reihe von konkreten Einzelprojekten:
Der langersehnte Bau einer Autobahn von Saarbrücken nach Mannheim
beispielsweise, ein umfangreiches Investitionshilfeprogramm für die saarländische
Wirtschaft und auch unmittelbare finanzielle Hilfen des Bundeshaushaltes zugunsten
des Landes spielten hierbei eine Rolle. Schließlich ist der Komplex der finanz- und
währungspolitischen Regelungen bis hin zur Ablösung des Franc als offizielles
Zahlungsmittel im Saarland erwähnenswert.1 Schon insofern reicht die „weichen
16 Als wichtige Grundlage des zeitgenössischen Expertendiskurses: Georg Droege (Bearb.), Beiträge zur
geschichtlichen und wirtschaftlichen Entwicklung des Industriegebietes an der mittleren Saar. Niederschrift
über die Verhandlungen der Arbeitsgemeinschaft für westdeutsche Landes- und Volksforschung in
Saarbrücken vom 25.- 28. April 1956, Bonn 1956; Hans Buddeberg, Verlagerung des saarländischen
Absatzes in die übrige Bundesrepublik und in dritte Länder. Unter besonderer Berücksichtigung der
betrieblichen Strukturverhältnisse in der saarländischen weiterverarbeitenden Industrie. Gutachten,
Saarbrücken 1958; Kurt Schluppkotten, Die Saarwirtschaft nach der Rückgliederung, in: Die Saarwirtschaft.
Zwischenbilanz nach der Wiedereingliederung {= Der Volkswirt I 1 f 1960), Beilage), S. 4-6; Erich
Conrad, Die Auswirkungen des Saarvertrages. Eine Darstellung der wirtschaftlichen Situation der
Industrie an der Saar vor und nach der Eingliederung in das bundesdeutsche Wirtschaftsgebiet, unter
besonderer Berücksichtigung der verarbeitenden Industrie, Innsbruck 1961; Josef Even, Investitionen im
Zeichen der Anpassung, in: Die Saarwirtschaft. Zwischenbilanz nach der Wiedereingliederung (= Der
Volkswirt 11 (1960), Beilage), S. 14-16; ders., Struktur-, Standort- und Verkehrsfragen der Saarwirtschaft,
in: Forschungs- und Sitzungsberichte der Akademie für Raumforschung und Landesplanung 34 (1966), S.
117-128; Albert Seyler, Übergangszeit und Deutscher Markt, in: Eduard Dietrich (Hg.), Das Saarland,
Oldenburg 1957 (= Monographien deutscher Wirtschaftsgebiete 9), S. 46-52; Landesbank und Girozentrale
Saar (Hg.), Saarwirtschaft 1958-1963. Ein Rückblick auf wirtschaftliche Probleme und Entwicklungen
des Saarlandes vor und nach der wirtschaftlichen Rückgliederung, Saarbrücken 1964.
17 Hermann Burgard, Umstellungsverhältnis und Umstellungstechnik bei der saarländischen Währungsumstellung,
Saarbrücken 1958; Adolf Blind, Die deutsch-französischen Vereinbarungen über die Saareingliederung,
in: Die Saar, Wirtschaft und Wiedervereinigung (= Der Volkswirt 11 (1957), Sonderheft),
S. 10-13; Josef Keil, Was muß Bonn tun?, in: Die Saar, Wirtschaft und Wiedervereinigung (= Der
Volkswirt 11 (1957), Sonderheft), S. 20-23; Karl Senf, Finanz- und Steuerprobleme der saarländischen
Industrie, in: Die Saar, Wirtschaft und Wiedervereinigung (= Der Volkswirt I 1 (1957), Sonderheft), S.
26-28; Reinhard Koch, Finanz- und Steuerprobleme des saarländischen Handels, in: Die Saar, Wirtschaft
und Wiedervereinigung (= Der Volkswirt 1 I (1957), Sonderheft), S. 28-32; Industrie- und Handelskammer
des Saarlandes (Hg.), Zur Frage der Auswirkungen der französischen Außenhandels- und Währungsmaßnahmen
auf die Saarwirtschaff und der vorzeitigen Rückgliederung des Saarlandes. Eine Stellungnahme
der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes, Saarbrücken 1957; Hubert Dohmen, Geld und Kapital
nach der Umstellung auf D-Mark, in: Die Saarwirtschaft. Zwischenbilanz nach der Wiedereingliederung
(= Der Volkswirt 1 1 (1960), Beilage), S. 19-21; Karlheinz Klein, Erkenntnisse und Erfahrungen aus der
Rückgliederung des Saarlandes. Eine kritische Würdigung unter besonderer Berücksichtigung der
Schaffung des Gemeinsamen Europäischen Marktes, (Diss.) Graz 1962; Claus-Elmar Weidig, Das
saarländische Geld- und Kreditwesen bei der Eingliederung des Saarlandes in die deutsche Bundesrepublik,
Saarlouis 1962; Wolfgang Stützei, Währungsumstellungen. Eine Nachkalkulation. Die unmittelbaren
Auswirkungen der Währungsumstellungs- und Kriegsfolgenregelungen auf die Vermögenssituation
der Kreditinstitute im Saarland, in West-Berlin und im übrigen Bundesgebiet. Ein Gutachten, Frankfurt
a.M. 1971; Helmut Cordes, 125 Jahre Währungsgeschichte an der Saar 1859-1984. Von d. Königlich-Preussischen
Bergwerks-Directionskasse in Saarbrücken zur Landeszentralbank im Saarland
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