anzunehmen ist, daß dadurch die Inzidenz der eingesetzten Fördermittel nicht erhöht
wurde.
Zur Frage der durch die Neufassung der Regionalpolitik auf Bundesebene entstandenen
Abstimmungsprobleme zwischen Bundes- und Landesebene geben die programmatischen
Texte jedoch keinen weiteren Aufschluß. Offen bleibt in diesen Texten
auch der Zusammenhang zur Etatentwicklung des Landes, die von Beginn an eine
entscheidende Rolle bei der Perzeption der regionalen Strukturkrise im Saarland
dargestellt hatte. Für die Beurteilung der saarländischen Politik sind diese Zusammenhänge
auch insofern besonders wichtig, weil die Ausrichtung des Stabilitätsgesetzes
auf das Wachstumsziel und der Versuch der besseren Koordination der
staatlichen Finanzpolitik Kernelemente der Krisenpolitik der Bundesregierung
darstellten. Daher soll im folgenden anhand einer Analyse der politischen Perzeption
der regionalen Wirtschallskrise und der Neufassung der Regionalpolitik auf Bundesebene
geprüft werden, inwieweit die Neufassung der Landespolitik im Saarland als
„gelungenes Krisenmanangement“1' bezeichnet werden kann, durch das das Land
„erstmals die wirtschaftspolitische Verantwortung für eine ganze Region innerhalb
des Landes“ übernommen hat,155 156 wie dies für Nordrhein-Westfalen gezeigt werden
konnte.
entwicklungsplanung in Niedersachsen, (Diss.) Dortmund 1978.
155 Nonn, Ruhrbergbaukrise, S. 376.
156 Petzina, Wirtschaft und Arbeit, S. 124.
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