Zahl der Beschäftigten nach Landkreisen
Index 1960 = 100. Lesebeispiel: Im Vergleich zum Ausgangswert von 1960 erfuhr der Landkreis Homburg
die günstigste Beschäftigungsentwicklung während der 60er Jahre, der Kreis Saarlouis folgt mit geringem
Abstand an zweiter Stelle. Quelle: Stat. Amt d. Saarl. (Hg.), Industrie, Bau, Handwerk und Energiewirtschaft
im Jahre 1970, Saarbrücken 1971 (= SiZ, Sonderh. 75).
krise absehbar erscheinen ließen.8' Zunächst verschärfte sich vor allem die Absatzlage
im Bergbau, was trotz Aufhaidung und umfangreicher Lieferungen an die
Notgemeinschaft deutscher Steinkohlenreviere weitere Rücknahmen der Förderung
und der Beschäftigung notwendig machte. Gleichzeitig stagnierten jedoch auch die
Grundstoff- und Produktionsgüterindustrien, und auch die Konsumgüterindustrie
konnte nach jahrelanger Expansion keine nennenswerten Zuwächse mehr erreichen.
Diese Effekte konnten - nach bereits bekanntem Muster - von der noch recht günstigen
Entwicklung in der weiterverarbeitenden Industrie gesamtwirtschaftlich nicht
ausgeglichen werden, zumal ein weiterer drastischer Einbruch im Bausektor die
Gesamtbilanz des Saarlandes verschlechterte.83 84 85 Im Laufe des Jahres 1967 spitzte sich
diese Entwicklung zu einer allgemeinen Rezession zu, von der nun mit Ausnahme der
chemischen Industrie, des Stahlbaus und der Konsumgüterindustrie praktisch alle
Branchen betroffen waren.8" Auch hier waren wieder die bedeutendsten Verluste im
83 „Verlangsamung der industriellen Expansion“ titelte die Landesbank und Girozentrale Saar (Hg.),
Wirtschaftsberichte 1966, Saarbrücken 1966, H. 3, in bezug aufden Jahreswechsel 1965/66.
84 Vgl. hierzu: Stat. Amt d. Saarl. (Hg.), Die saarländische Industrie im Jahre 1966, Saarbrücken 1966 (=SiZ,
Sonderh. 45), S. 9-17.
85 Vgl. hierzu die desolate Situationsbeschreibung in: Landesbank und Girozentrale Saar (Hg.), Wirtschaftsberichte
1967, Saarbrücken 1967. H. 9, dieden kaskadenartigen Einbruch auch der nicht-montanindustriellen
Sektoren verdeutlicht.
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