Schuldenentwicklung der Gemeinden nach Landkreisen 1959-1963
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Angaben in Mio. DM. Lesebeispiel: Die Verschuldung der Gemeinden in den Landkreisen Homburg,
Merzig, St. Ingbert und St. Wendel blieb zu Anfang der 60er Jahre recht konstant auf niedrigem Niveau.
Quelle: Stat, Amt d. Saar). (Hg.), Kommunale Finanzen im Kalenderjahr I960, 1961, 1962 bzw. 1963,
Saarbrücken 1962 (2x), 1963 bzw. 1964 (= SiZ, Sonderh. 20, 24, 27 bzw. 31).
lung der Neuverschuldung über die verschiedenen Gemeindegrößenklassen aufschlußreich.
Hieraus geht hervor, daß die mit Abstand stärkste prozentuale Zunahme
bei den Gemeinden zwischen 3000 und 5000 Einwohnern zu verzeichnen war,
während die Gemeinden zwischen 5000 und 10.000 sowie zwischen 20.000 und
50.000 Einwohnern deutlich geringere Schuldenzuwächse hinzunehmen hatten. Die
Kommunalpolitik des Landes griff also wohl das richtige Problem auf, es gelang ihr
aber anscheinend nicht, das strukturelle Ungleichgewicht zu lösen.
Die Erklärung für dieses Ungleichgewicht ist im Zusammenspiel einer Reihe von
sehr unterschiedlichen Faktoren zu finden. Einerseits bewirkte das im Zusammenhang
mit der Stagnationskrise bereits thematisierte relative Absinken der Gewerbesteuereinnahmen
eine zunehmende Aushöhlung der eigenen Finanzquellen der
Gemeinden. Gleichzeitig führte die Vielzahl der projektierten Aufgaben in den
Bereichen von Wohnungs-, Straßen- und Brückenbau sowie im Bereich der sonstigen
Infrastruktur zu einer erheblichen Ausweitung des Finanzbedarfs, was vor allem in
den größeren Gemeinden bereits die Hälfte der Schuldenaufnahmen erklärt. Auffällig
ist außerdem der enorme Einfluß der Investitionen im Bereich des Schulbaus, besonders
bei den kleineren Gemeinden: Während die Schuldenaufriahme für Schulbau
beispielsweise bei der Stadt Saarbrücken „nur“ ungefähr die gleiche Höhe erreichte
Saarbrücken 1966 (= Einzels, z. Stat. d. Saarl. 39), S. 12.
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