Full text : Studien zur Geschichte der Grafen von Dagsburg-Egisheim

Hinzu  kommt  noch  die  Nennung  eines  Grafen  Hugo,  der  wahrscheinlich  ebenfalls
mit  Hugo  VII.  zu  identifizieren  ist,  in  einer  für  Luxeuil  am  27.  Juni  1123  wiederum
in  Straßburg  ausgestellten  Urkunde  des  Saliers44!.  Die  Nennung  in  der  Luxeuiler
Urkunde  ist  gleichzeitig  die  letzte  urkundliche  Erwähnung  des  Dagsburger
Grafen442.  Außer  in  den  Altdorfer  Urkunden  und  in  den  Diplomen  Heinrichs  V,

S.  355).  Auch  hier  wird  er,  wie  in  der  Urkunde  Heinrichs  V.  aus  dem  Jahre  1114  (siehe
Anm.  436),  neben  seinem  Schwager,  Graf  Fol  mar  von  (Bischofs)homburg,  genannt.
440  Urkunde  vom  24.  Januar  1123  für  das  Kloster  Waldkirch  (Stumpf,  Nr.  3187),
abgedruckt  bei  Marian,  Geschichte  der  ganzen  österreichischen,  weltlichen  und
klösterlichen  Klerisey  beyderley  Geschlechtes,  hrsg.  v.  J.  Wendt  von  Wendtenthal,  1.
Teil,  2.  Bd.,  Wien  1780,  S.  265  ff.  In  der  Zeugenreihe  wird  Hugo  VII.  zwar  lediglich  als
Graf  Hugo  -  ohne  nähere  Bezeichnung  -  genannt,  jedoch  ergibt  sich  durch  einen
Vergleich  mit  der  Zeugenreihe  des  am  Vortag  ausgestellten  Diploms  Heinrichs  V.
zweifelsfrei,  daß  es  sich  hierbei  um  den  Dagsburger  Grafen  handeln  muß:  Zeugenreihe
des  Diploms  vom  23.  Januar:  Wirtembergisches  Urkundenbuch,  1.  Bd.,  S.  355:
Presentibus  et  petentibus  principibus  fidelis  nostris  hoc  fecimus,  quorutn  ista  sunt
nomina.  Bertoldus  episcopus  ecclesie  Basiiiensis.  Conradus  dux  de  Geringen.  Gotefridus
comes  palatinus  de  Calewo.  Adelbertus  comes  de  Lewinstein  fratruelis  eiusdem
Gottefridi  palatini.  Hugo  comes  de  Tagesburc.  Folmarus  comes  de  Huneburc.
Wilhelmus  comes  de  Lucelenburc.  Adelbero  comes  de  Areburc  et  fr  ater  eius  Hermannus
et  ipse  comes  Conradus  de  Horeburc.  Hainricus  de  Antirspach.  Rudolfus  de  Windesle.
Bern  de  Houewilr.  Chono  de  Chunringen.  Conradus  de  Ahenstein.  Rom  de  Ascha.
Fridericus  comes  de  Saraburc.  Eberhardus  de  Hilrispach.  Mereboto  de  Grifinstein.
Berchtoldus  de  Tannecko.  Conradus  de  Franconeburc.  Wecil  et  frater  eius  Ludewicus  de
Ascha.  Sigefridus  burcrauius.  Gelfradus  thelonearius.  Zeugenreihe  des  Diploms  vom  24.
Januar  (Marian,  S.  267):  Facta  est  autem  haec  nostra  concessio  praesentibus  et
petentibus  Principibus  et  nostris  fidelibus,  quorum  nomina  haec  sunt:  Bertoldus,
Basiliens.  Episcopus,  Dux  Conradus,  Godefridus  Palatinus  Comes,  Hugo  Comes,
Folmarus  Comes,  Sigefridus  argentinens.  Burggravius,  Rudolphus  Scultetus,  Gelfradus
Thelonearius,  Hermannus  Comes,  Albo  Comes,  Adelbertus  Comes,  Wernherus  Comes,
Bertolfus  Morbacens.  Abbas.  ...  Datae  Argentinae  Anno  Dominicae  Incarnationis
MCXX1II,  Indictione  XIII.  VIIII.  Kl.  Februarii.  Lambertus  ostensis  Episcopus  et  Saxo
Cardinalis.
441  Druck  der  Urkunde  bei  Grandidier,  Histoire  11,2,  Nr.  594,  S.  249  f.:  Huic  concessioni
Principes  &  fideles  nostri  adfuerunt  Bertoldus  Basileensis  Episcopus,  B.  Argentinensis
Episcopus,  A.  Verdensis  Episcopus,  Stephanus  Metensis  Episcopus;  Godefridus
Palatinus,  Hugo  Comes,  Albero  Comes.  Der  Ausstellungsort  Straßburg  spricht  wohl  für
eine  Identifizierung  des  Grafen  Hugo  mit  dem  Dagsburger  Grafen.
442  Es  sei  darauf  hingewiesen,  daß  es  noch  zwei  gefälschte  Urkunden  gibt,  in  denen  Hugo
VII. genannt  wird,  zum  einen  ein  Diplom  Heinrichs  V.  aus  dem  Jahre  1125  für  Lützel
(siehe  dazu  unten,  Anm.  453),  zum  anderen  eine  Privaturkunde  aus  dem  Jahr  1121,
abgedruckt  bei  Würdtwein,  7.  Bd.,  Nr.  19,  S.  47  ff.,  in  der  ein  Graf  Hugo  als  Vogt  von
Andlau  bezeichnet  wird,  die  aber  nicht  als  Beleg  gewertet  werden  darf,  da  die  Datierung
unmöglich  stimmen  kann.  Die  Urkunde  ist  in  der  uns  vorliegenden  Form  auf  jeden  Fall
verfälscht,  wie  schon  Witte,  Genealogische  Untersuchungen,  2.  Teil,  S.  116,  Anm.  3
bemerkt  hat;  zu  der  Urkunde  siehe  unten  im  Kap.  'Vogteien'  den  Art.  'Andlau'.  Der  in
dem  Diplom  Heinrichs  V.  für  Kreuzlingen  vom  7.  Januar  1125,  abgedruckt  bei  M.
Gerbert,  Historia  Silva  Nigra,  tom.  III:  Codex  diplomaticus  Historire  Silvae  Nigrae,  St.
Blasien  1788,  Nr.  36,  S.  54  f.,  genannte  Graf  Hugo  ist  wahrscheinlich  Graf  Hugo  von
Vaudemont  (Regest  der  Urkunde  in:  Die  Regesten  der  Archive  in  der  schweizerischen
Eidgenossenschaft,  hrsg.  v.  Th.  v.  Mohr,  2.  Bd.:  Die  Regesten  des  Stiftes  Kreuzlingen

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